Thematische Übersicht zu Finanzmarktregulierung mit 44 zugeordneten Begriffen, Definitionen und Beiträgen im wissenschaftlichen Gerhard-Merk-Archiv.
Verwandte Begriffe
Finanzmarktregulierung umfasst rechtliche Rahmenbedingungen, staatliche Überwachung und Selbstregulierung der Finanzbranche einschließlich Verhaltenskodizes.
Geldmarktfonds investieren überwiegend in kurzfristige Geldmarktpapiere und Bankguthaben. Definition, Risiken, Regulierung und Bedeutung im Überblick.
Finanzmarktrecht bezeichnet alle nationalen und internationalen Regelungen, die das Handeln auf Finanzmärkten ordnen, festlegen und bestimmen.
Das Finanzmarktrichtlinie-Umsetzungsgesetz (FRUG) trat 2007 in Kraft und harmonisierte Vorschriften für Zulassung und Tätigkeit von Finanzdienstleistern.
Überblick über die Core Principles for Effective Banking Supervision des Basler Ausschusses und ihre Bedeutung für internationale Finanzmarktaufsicht.
Definition von Regelerstellern und Standardsettern: Fachgremien, die Finanzmarktregeln, Rechnungslegungsstandards und Verhaltensregeln entwickeln.
Definition von Hedge-Fonds und Hedgefonds: Merkmale, Strategien, Hebelwirkung, Anleger, Regulierung und Risiken für die Finanzstabilität.
Definition und Kritik des Hochfrequenzhandels: Flash Crash, Quote Stuffing, Marktliquidität, Preisfindung und internationale Regulierung.
Definition des multilateralen Handelssystems (MTF): Funktionsweise, Abgrenzung zu bilateralen Systemen und Inserat-Systemen sowie Aufsichtspflichten.
Definition der Handelsüberwachungsstelle: Aufgaben, Unabhängigkeit von der Börsengeschäftsführung und Meldung von Unregelmäßigkeiten.
Definition der Harmonisierung im Finanzmarkt: Unterschiede zwischen Maximal- und Minimalharmonisierung sowie Folgen für Regulierung und Arbitrage.
Definition von Handelsbildschirm und Remote Membership: Elektronischer Zugang zu ausländischen Finanzmärkten und Erlaubnispflicht in Deutschland.
Goldplating bezeichnet zusätzliche nationale Regeln zu EU-weiten oder internationalen Finanzmarktvereinbarungen, meist durch Aufsichtsbehörden.
Definition und Risiken von MMF-CNAV: Bewertung zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, konstante Anteilswerte, Rückgaben und systemische Risiken.
Die EZB unterscheidet unbesicherte Einlagen, Repo-Geschäfte und Derivate. Der Beitrag erläutert Segmente, Risiken und die Entwicklung seit der Finanzkrise.
Definition und Aufgaben des zentralen Kontrahenten (ZGP/CCP): Vertragsabwicklung, Netting, Margen, Risiken und Aufsicht im Börsenhandel.
Definition der Finanzmarktstabilität: Risikotragfähigkeit nationaler Finanzsysteme, makroprudentielle Aufsicht und Bedeutung stabiler Finanzmärkte.
Der Finanzstabilitätsrat (FSB) koordiniert Finanzstabilität, untersucht Risiken und berät zur Finanzaufsicht, kann aber keine bindenden Beschlüsse fassen.
Die Finanzanalyseverordnung (FinAnV) regelt Erstellung und Verbreitung von Finanzanalysen sowie Anzeigepflichten gegenüber der BaFin.
Definition der Erlaubnis als Verwaltungsakt sowie Informationen zur Genehmigungspflicht für Finanzdienstleistungen und Bankgeschäfte nach § 32 KWG.
Die europäische Einlagesicherung soll nationale Systeme in einem gemeinsamen Fonds bündeln. Der Beitrag erläutert Haftung, Kontrolle und EU-Rechtsangleichung.
Das Dodd-Frank-Gesetz reguliert den US-Finanzmarkt, schützt Verbraucher und begrenzt Eigenhandel, Hedge-Fonds- sowie Private-Equity-Anlagen.
Die Derivategeschäfte-Meldepflicht nach EMIR verpflichtet Unternehmen, neue, umgestaltete und vorzeitig beendete Derivatekontrakte zu melden.
Der Derivate-Kodex legt Grundsätze für verständliche Produktinformationen, Risikoaufklärung und ein Gütesiegel im Derivatehandel fest.
Die Derivateverordnung (DerivateV) regelt seit 2004 Risikomanagement und Risikomessung für Sondervermögen mit eingesetzten Derivaten.
Definition bilateraler Derivategeschäfte: Risiken, mangelnde Transparenz, OTC-Handel und regulatorische Maßnahmen der G20 und BaFin.
Definition des Derivats nach IAS 39 und FRUG: Merkmale, Basiswerte, Hebelwirkung, Marktrisiken und regulatorische Einordnung.
Credit Default Swaps übertragen Kreditrisiken und dienen als Indikator für die Bonität. Definition, Funktionsweise, Prämien und Regulierung.
Definition des nackten Credit Default Swaps: Transaktionen ohne Besitz des zugrunde liegenden Basiswerts, die seit Juli 2010 weithin verboten sind.
Definition der CDS-Spekulation: Warum Gerüchte über Schuldner die Gewinne steigern können und weshalb reine Spekulationsgeschäfte reguliert werden sollen.
Colbertismus bezeichnet die Abschottung eines nationalen Finanzmarkts von ausländischen Märkten und erläutert deren Risiken sowie mögliche Folgen.
Börsenbetrug bezeichnet gesetzwidrige Handlungen an der Börse zur Erlangung eines ungerechtfertigten Vermögensvorteils. Mit Verweisen auf BaFin und verwandte…
Definition der Bilanzposten-Deckelung: Aufsichtliche Höchstbeträge für Darlehen, Garantien und verbriefte Forderungen zur Begrenzung von Institutsrisiken.
Basel III erhöht die Kapitalanforderungen für Banken, führt Kapitalpuffer ein und regelt Eigenkapital, Aufsicht sowie Risiken für Finanzinstitute.
Definition des Authentifizierungsgebots: Identifizierung von Geschäftsbeteiligten, Geldwäscheprävention sowie Schutz unverfälschter Nachrichten im Finanzwesen.
Die BaFin-Umlage finanziert überwiegend die deutsche Finanzaufsicht. Erklärung zu Einnahmen, Sonderabgabe und verfassungsrechtlicher Zulässigkeit.
Definition und historische Einordnung des CEBS: Aufgaben, Sitz in London, Beratung der EU-Kommission und Ablösung durch das ESFS 2011.
Definition des ausserbörslichen Handels (OTC): Risiken, Intransparenz, Hedge-Fonds, Liquidität und Vorteile bilateraler Finanzgeschäfte.
Definition der gemeinsamen Aufsichtsplanung: Wie Aufsichtsbehörden mehrerer Staaten die Bankenaufsicht über Institute gemeinsam organisieren.
Definition von Aufsichtsvermeidung: Strategien von Banken zur Umgehung behördlicher Kontrolle, ihre Gründe und der Zusammenhang mit Regulierungsarbitrage.
Definition der mikroprudentiellen Aufsicht: Ziele, Schutz vor unfairen Praktiken und die Abgrenzung zur Kreditvergabe und makroprudentiellen Aufsicht.
Definition der weltweiten Finanzaufsicht: Globale Aufsichtsbehörde, nationale Beaufsichtigung, internationale Kooperation und einheitliche Regeln.
Definition der europäischen Aufsichts-Harmonisierung: einheitliche Regeln, unabhängige Behörden sowie ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung.
Anlagehaftung bezeichnet die persönliche Verantwortung für Verluste einer Investition und Maßnahmen zur Stärkung der Haftung am Finanzmarkt.