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Begriffserläuterungen aus der Finanzwelt im allgemeinen und aus der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) insonderheit sowie auch aus dem Bereich des Aufsichtsrechts und der Staats-Schuldenverwaltung, auf mehrfachen Wunsch ergänzt auch um etwelche, zum Verständnis der Zentralbankpolitik notwendige Grundbegriffe des Bank- und Börsenwesens, sowie ältere und neuere Ausdrücke, die sprachlich auf “Geld” Bezug nehmen, die Beschreibung einiger für die europäische und die weltweite geldpolitische Zusammenarbeit wichtiger Gremien und Foren sowie Hinweise auf entsprechende Fachartikel im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank und im Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie – durchwegs auf die Gegebenheiten und Rechtsverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland bezogen. Alphabetisch geordnet, mit den jeweiligen englischen Fachbegriffen, und erarbeitet hauptsächlich aufgrund offizieller Druckschriften. Über die Suchfunktion des Browsers sind auch viele Begriffe aufzufinden, denen kein eigenes Stichwort gewidmet ist.

Geoökonomische Fragmentierung

Geoökonomische Fragmentierung bezeichnet eine Abnahme wirtschaftlicher Integration und multilateraler Zusammenarbeit, die mit einer stärkeren Ausrichtung von Handels- und Finanzbeziehungen an geopolitischen Präferenzen einhergeht. Produktionsnetzwerke, Kapitalströme und Zahlungsbeziehungen verlagern sich dabei eher zu politisch nahestehenden Staaten,…

Modernitätsgrad des staatlichen Kapitalstocks

Der Modernitätsgrad des staatlichen Kapitalstocks ist das Verhältnis von Nettokapitalstock zu Bruttokapitalstock. Er zeigt näherungsweise, welcher Anteil des Bruttokapitalstocks noch nicht abgeschrieben ist. Bei einer neuen Investition sind Brutto- und Nettoanlagevermögen zunächst gleich hoch; anschließend…

Bruttoanlagevermögen zu Wiederbeschaffungspreisen

Das Bruttoanlagevermögen zu Wiederbeschaffungspreisen ist der Bestand produzierter Vermögensgüter, die länger als ein Jahr genutzt werden können, bewertet zu ihrem aktuellen Neuwert. Anlagegüter bleiben grundsätzlich mit diesem Neuwert im Bestand, solange sie noch nutzbar sind;…

Composite-Indikator

Ein Composite-Indikator ist eine verdichtete Kennzahl, in der mehrere wirtschaftliche Einflussgrößen zu einem Gesamtindikator zusammengeführt werden. Für die Analyse der deutschen Industrieschwäche kombiniert der Bericht neun Faktoren: umfragebasierte Angaben zu Nachfragemangel, Finanzierungsengpässen, Wettbewerbsposition sowie Arbeits-…

Handelsgewicht

Ein Handelsgewicht bestimmt, mit welchem Anteil ein Partnerland in einen Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit eingeht. Es soll die Intensität der Handelsverflechtung dieses Landes mit Deutschland abbilden. Die Bundesbank aktualisiert die Gewichte alle drei Jahre anhand…

Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit

Ein Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit stellt die Preis- oder Kostenentwicklung eines Landes der entsprechenden Entwicklung bei wichtigen Handelspartnern gegenüber. Die Partnerländer werden entsprechend der Intensität ihrer Handelsverflechtung gewichtet. Methodisch und konzeptionell entsprechen diese Indikatoren realen…

Vorsichtssparen

Vorsichtssparen bezeichnet das gezielte Zurücklegen von Geld zur finanziellen Vorsorge für Notfälle und andere unsichere Situationen. Nach dem Bericht gehört dieses Motiv zu den wichtigsten Spargründen privater Haushalte. Weil die Mittel im Bedarfsfall rasch verfügbar…

NiGEM

NiGEM ist ein semi-strukturelles makroökonomisches Mehrländermodell des National Institute of Economic and Social Research. Es bildet die Volkswirtschaften der meisten OECD-Länder sowie bedeutende aufstrebende Volkswirtschaften ab. Im Bericht wird das Modell verwendet, um die gesamtwirtschaftlichen…

Strukturelles Beschäftigungswachstum

Das strukturelle Beschäftigungswachstum bezeichnet den demografisch und angebotsseitig angelegten Zuwachs der Beschäftigung, der ohne zunehmende Spannungen am Arbeitsmarkt möglich ist. Im Bericht wird es als Produkt aus der gegenwärtigen Beschäftigungsquote und dem potenziellen Wachstum der…

Kerninflationsrate

Die Kerninflationsrate ist im Bericht die Veränderungsrate der Verbraucherpreise ohne die Komponenten Energie und Nahrungsmittel. Durch den Ausschluss dieser häufig stärker schwankenden Bereiche soll die weniger volatile Preisentwicklung hervorgehoben werden. Die Abgrenzung hängt jedoch von…

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