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Begriffserläuterungen aus der Finanzwelt im allgemeinen und aus der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) insonderheit sowie auch aus dem Bereich des Aufsichtsrechts und der Staats-Schuldenverwaltung, auf mehrfachen Wunsch ergänzt auch um etwelche, zum Verständnis der Zentralbankpolitik notwendige Grundbegriffe des Bank- und Börsenwesens, sowie ältere und neuere Ausdrücke, die sprachlich auf “Geld” Bezug nehmen, die Beschreibung einiger für die europäische und die weltweite geldpolitische Zusammenarbeit wichtiger Gremien und Foren sowie Hinweise auf entsprechende Fachartikel im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank und im Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie – durchwegs auf die Gegebenheiten und Rechtsverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland bezogen. Alphabetisch geordnet, mit den jeweiligen englischen Fachbegriffen, und erarbeitet hauptsächlich aufgrund offizieller Druckschriften. Über die Suchfunktion des Browsers sind auch viele Begriffe aufzufinden, denen kein eigenes Stichwort gewidmet ist.

FROOPP-Teilindex

Der FROOPP-Teilindex ist ein aus Komponenten des Harmonisierten Verbraucherpreisindex gebildetes Maß für häufige, unmittelbar aus eigener Tasche bezahlte Käufe. Er fasst diejenigen HVPI-Kategorien zusammen, die Verbraucher besonders oft erwerben und typischerweise bar bezahlen. Wegen dieser…

HVPI-Spezialaggregate

HVPI-Spezialaggregate sind analytisch bedeutsame Zusammenfassungen einzelner Komponenten des Harmonisierten Verbraucherpreisindex. Zu den obersten Spezialaggregaten gehören Energie, Nahrungsmittel, Industriegüter ohne Energie und Dienstleistungen. Sie werden insbesondere für geldpolitische Analysen und zur Bildung von Kerninflationsmaßen verwendet. Mit…

Composite-Indikator

Ein Composite-Indikator ist eine verdichtete Kennzahl, in der mehrere wirtschaftliche Einflussgrößen zu einem Gesamtindikator zusammengeführt werden. Für die Analyse der deutschen Industrieschwäche kombiniert der Bericht neun Faktoren: umfragebasierte Angaben zu Nachfragemangel, Finanzierungsengpässen, Wettbewerbsposition sowie Arbeits-…

Handelsgewicht

Ein Handelsgewicht bestimmt, mit welchem Anteil ein Partnerland in einen Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit eingeht. Es soll die Intensität der Handelsverflechtung dieses Landes mit Deutschland abbilden. Die Bundesbank aktualisiert die Gewichte alle drei Jahre anhand…

Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit

Ein Indikator der preislichen Wettbewerbsfähigkeit stellt die Preis- oder Kostenentwicklung eines Landes der entsprechenden Entwicklung bei wichtigen Handelspartnern gegenüber. Die Partnerländer werden entsprechend der Intensität ihrer Handelsverflechtung gewichtet. Methodisch und konzeptionell entsprechen diese Indikatoren realen…

Vorsichtssparen

Vorsichtssparen bezeichnet das gezielte Zurücklegen von Geld zur finanziellen Vorsorge für Notfälle und andere unsichere Situationen. Nach dem Bericht gehört dieses Motiv zu den wichtigsten Spargründen privater Haushalte. Weil die Mittel im Bedarfsfall rasch verfügbar…

ECOICOPvs2

ECOICOPvs2 ist die zweite Version der Europäischen Klassifikation der Konsumausgaben privater Haushalte nach Verwendungszweck. Sie lehnt sich an die internationale UN-Klassifikation COICOP 2018 an und bildet seit Januar 2026 die Struktur des Warenkorbs des Harmonisierten…

Mindestinvestitionsquote des Sondervermögens Infrastruktur/Klimaneutralität

Die Mindestinvestitionsquote ist eine haushaltspolitische Voraussetzung für die Kreditaufnahme des Sondervermögens Infrastruktur/Klimaneutralität. Nach der im Bericht beschriebenen Ausgestaltung gilt die Zusätzlichkeit der kreditfinanzierten Ausgaben als gewahrt, wenn die Investitionsquote des Bundes im Kernhaushalt in der…

Fiscal Drag

Fiscal Drag bezeichnet im Bericht die automatische Veränderung des Steueraufkommens, die aus dem Steuersystem und der Entwicklung nominaler Bemessungsgrundlagen entsteht. Der verwendete Begriff umfasst einerseits die positive Aufkommenswirkung der Progression bei der Einkommensteuer: Steigende nominale…

Strukturelles Staatsdefizit

Das strukturelle Staatsdefizit ist der um vorübergehende Einflüsse bereinigte negative Finanzierungssaldo des Staates. Der Bericht zieht hierfür Konjunktureffekte, temporäre Krisenmaßnahmen und weitere Einmaleffekte vom unbereinigten Saldo ab. Die strukturelle Entwicklung soll damit die dauerhaftere Haushaltslage…

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