Thematische Übersicht zu Bankenaufsicht mit 91 zugeordneten Begriffen, Definitionen und Beiträgen im wissenschaftlichen Gerhard-Merk-Archiv.
Verwandte Begriffe
Definition der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA): Aufgaben, Sitz, Verhältnis zu nationalen Aufsichtsbehörden und Rolle in der Bankenunion.
Definition des Ausschusses für Bankenaufsicht des ESZB, einer gelegentlich verwendeten deutschen Bezeichnung für das Banking Supervision Committee (BSC).
Definition des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht: Aufgaben, Empfehlungen, internationale Bankenaufsicht und Bedeutung für nationale Regelungen.
Definition von Herkunftsstaat: Der Staat, in dem die Hauptniederlassung eines Instituts zugelassen ist, gemäß § 1 Abs. 4 KWG.
Die Hauptverwaltungs-Vorschrift verpflichtet Banken, ihre Hauptverwaltung am angegebenen Sitz zu unterhalten. Grundlage ist Artikel 11 Abs. 2 der Richtlinie…
Definition von Haftungsverbund: aufsichtsrechtliche Beziehungen, Fonds in Bankengruppen und Verlustaufteilung in Überweisungs- und Verrechnungssystemen.
Good Governance bezeichnet im Bankwesen eine pflichtbewusste, sachkundige Geschäftsführung und wirksame Kontrolle zur Begrenzung von Risiken.
Grössenvertrauen bezeichnet die Erwartung staatlicher Unterstützung für systemische Grossbanken. Der Lexikoneintrag erläutert Moral Hazard und…
Definition der Gesamtbank-Steuerung: aufsichtsrechtliche Ermittlung des Eigenkapitalbedarfs über alle Risikoarten hinweg im Rahmen des ICAAP.
Definition der Geschäftsmodell-Analyse im Bankwesen: Aufsicht, Nachhaltigkeit der Zielsetzungen und rechtliche Zuständigkeiten seit der Finanzkrise.
Definition der Genossenschaftsbanken: Geschichte, Kundennähe, aufsichtsrechtliche Beanstandungen, Finanzstabilität und Marktanteil in Deutschland.
Definition des Gentlemen’s Agreement in der Geldpolitik: informelle Vereinbarung zwischen Zentralbank und Banken sowie Bedeutung für deren Geschäftsbeziehungen.
Definition der aufsichtlichen Fragmentierung: Mehrere Instanzen oder Abteilungen teilen sich die Bankenaufsicht und können Zuständigkeitskonflikte verursachen.
Definition des Federal Reserve System: Aufbau, Aufgaben, Stimmrechte und Rotationsprinzip der US-Notenbank und ihrer zwölf Federal Reserve Banks.
Definition der Finanzholding nach deutschem KWG: Voraussetzungen, Tochterunternehmen, besondere Aufsicht und Abgrenzung zur allgemeinen Holding.
Definition der Evidenzzentrale: Aufgaben, Meldung größerer Kredite und Bedeutung für Banken, das Eurogebiet und die internationale Finanzstatistik.
Voraussetzungen für den Entzug einer Institutserlaubnis nach europäischem Recht, einschließlich Fristen, falscher Angaben und fehlender Eigenmittel.
Definition von Complex Group in der Bankenaufsicht: global operierender Bankkonzern mit Verweisen auf BaFin-Berichte und verwandte Begriffe.
Erklärung des Comprehensive Assessment (CA): Risikoinventur, Bewertung der Aktiva und Stresstest für 124 Banken im Eurogebiet.
Definition des Consolidating Supervisor im Aufsichtsrecht: Zusammenarbeit nationaler Behörden bei international tätigen Instituten und Letztentscheidungsrecht.
CAMELS bezeichnet sechs Kriterien zur Bankenaufsicht: Kapital, Aktiva-Qualität, Management, Ertragslage, Liquidität und Marktrisiko.
Bilanzkosmetik bezeichnet irreführende Bilanzangaben zur Schönfärberei. Der Finanzlexikon-Eintrag erläutert Begriff und aufsichtsrechtlichen Kontext.
Definition der Bilanzposten-Deckelung: Aufsichtliche Höchstbeträge für Darlehen, Garantien und verbriefte Forderungen zur Begrenzung von Institutsrisiken.
Definition der vollständigen Beaufsichtigung von Finanzmärkten, ihrer Risiken, Überregulierung und des Begriffs Straitjacking im Finanzwesen.
Definition der Berichterstattung an die Aufsicht: Institute müssen vorgeschriebene Informationen pünktlich und vollständig an die Aufsichtsbehörde übermitteln.
Basel III erhöht die Kapitalanforderungen für Banken, führt Kapitalpuffer ein und regelt Eigenkapital, Aufsicht sowie Risiken für Finanzinstitute.
Die Basler Vereinbarung von 1988 legt internationale Richtlinien für Eigenkapitalausstattung und Risikomanagement von Banken fest.
Definition der Banklizenz: die behördliche Erlaubnis, Bankgeschäfte am Markt anzubieten. Mit Verweisen auf verwandte Finanzbegriffe.
Welche Maßnahmen Banken widerstandsfähiger machen: Eigenkapital, Liquidität, Risikomanagement, Aufsicht und mögliche Insolvenzregeln.
Definition der Bankpolitik: Staatliche Maßnahmen zum Schutz von Einlegern, zur Sicherung des Vertrauens in Banken und zur Förderung des Wettbewerbs.
Definition der Bankverflechtung: Beteiligungsbedingte Verbindungen rechtlich selbständiger Banken und grenzüberschreitende Verflechtungen im EU-Bankensektor.
Erklärung des Begriffs Bankenunion, ihrer drei Säulen, rechtlichen Voraussetzungen und möglichen Folgen für Einlagensicherung und Staatsschulden.
Bankfusionen erfordern behördliche Zustimmung. Der Beitrag erläutert Aufsichtsrisiken, IT-Integration, grenzüberschreitende Fusionen und verfehlte Ziele.
Definition der systemischen Bank: Vernetzung, Systemrisiko, Staatsgarantie, Moral Hazard und aufsichtsrechtliche Anforderungen im Finanzsektor.
Erläuterung der Aufsichtshaftung: Haftung der BaFin, öffentliche Interessen, mögliche Staatshaftung und Unterschiede zu anderen Staaten.
Definition der europäischen Aufsichts-Harmonisierung: einheitliche Regeln, unabhängige Behörden sowie ausreichende finanzielle und personelle Ausstattung.
Definition des Aufsichtskollegiums, seine Aufgaben beim Erfahrungsaustausch sowie die rechtliche Grundlage nach § 8e KWG im EU-Bankenaufsichtsrecht.
Definition der gemeinsamen Aufsichtsplanung: Wie Aufsichtsbehörden mehrerer Staaten die Bankenaufsicht über Institute gemeinsam organisieren.
Definition der Aufsichtsrichtlinie und der Zuständigkeitsabgrenzung zwischen BaFin und Deutscher Bundesbank seit der Neufassung von 2008.
Definition von Aufsichtsvermeidung: Strategien von Banken zur Umgehung behördlicher Kontrolle, ihre Gründe und der Zusammenhang mit Regulierungsarbitrage.
Definition der Finanzmarktaufsicht: Ziele, Gläubigerschutz, Kosten, Opportunitätskosten, Regulierung und mögliche Wettbewerbsbeschränkungen.
Definition der mikroprudentiellen Aufsicht: Ziele, Schutz vor unfairen Praktiken und die Abgrenzung zur Kreditvergabe und makroprudentiellen Aufsicht.
Definition von Aufsichtsbehörden: gesetzliche Instanzen zur Kontrolle der Finanzmärkte, ihre Aufgaben und Bedeutung für die Stabilität des Finanzsystems.
Das Finanzlexikon erklärt am Beispiel der Apfelernte, warum makroprudentielle Aufsicht und die Betrachtung systemischer Risiken notwendig sind.
Amtsprüfung bezeichnet die behördlich angeordnete Kontrolle der Rechnungslegung einer Bank durch beamtete Wirtschaftsprüfer bei Verdachtsfällen.
Definition der seit 2005 von der BaFin verwendeten Zwölf-Felder-Risikomatrix zur Risiko-Erkennung und Risiko-Zuordnung im Finanzwesen.
Definition von Höchstlaufzeiten: Warum Zentralbank oder Aufsicht die Vertragsdauer von Konsumentenkrediten begrenzen und wie dies die Nachfrage beeinflusst.
Great Moderation bezeichnet die seit etwa 2000 nachlassende Volatilität an den Finanzmärkten und nennt mögliche Ursachen wie besseres Risikomanagement.
Definition der Groupe de Contact (GdC): europäische Arbeitsgruppe zur Angleichung bankaufsichtlicher Bestimmungen und zum Informationsaustausch.
Definition der nachhaltigen Geschäftsstrategie für Institute: langfristige Ertragssicherung, gesetzliche Planungspflicht und Prüfung durch die Aufsicht.