Geldmarkt-Segmente (money market segments)

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Die EZB teilt den Geldmarkt ein in Angebot und Nachfrage nach – unbesicherten Einlagen (unsecured deposits) – besicherten Repo-Geschäften (secured repo transactions) und – Derivaten, diese unterteilt in – börsengehandelte Kontrakte (exchange-traded instruments, wie etwa ein Kuponswap, Zwangswandelanleihe oder Reversal) und – ausserbörslich vereinbarte Verträge (instruments that are typically traded over the counter, wie etwa ein Zinsswap oder ein Währungs-Swap). – Der besicherte Geldmarkt, auf dem Liquidität gegen die Stellung von Wertpapieren gehandelt wird, ist weltweit das grösste Segment. Auch ist der Anteil an alternativen Handelssystemen im besicherten Markt am höchsten. – Jedes Segment weist ein eigenes Risikoprofil auf; und die Risikoeinschätzung kann sich in den Segmenten unter Umständen rasch ändern, wie sich angesichts der Verwerfungen im Zuge der Subprime-Krise (in the slipstream of the turmoil surrounding sub-prime crisis) zeigte. Hier kam der unbesicherte Handel fast völlig zum Erliegen. Demgegenüber verzeichnete der besicherte (elektronische) Handel deutliche Umsatzsteigerungen. Denn der besicherte Handel über eine aufsichtlich anerkannte zentrale Gegenpartei hat in Verbindung mit den hinterlegten Sicherheiten den Vorteil, dass ein Adressenausfall-Risiko entfällt. Die in der Finanzkrise eingeleitete und seitdem weltweit erkennbare Gewichtsverschiebung hin zu besicherten Geschäften spiegelt die wichtiger gewordene Rolle des Bonitätsrisikos für Handelsentscheidungen wieder. – Siehe Asset Backed Commercial Papers, Computerbörse, Derivategeschäfte-Clearingpflicht, Derivategeschäfte-Meldepflicht, Eurex, Euro GC
Pooling, Gegenpartei, zentrale, Geldmarkt, Handelssystem, alternatives, InterbankenGeldmarkt, Markt, dritter, Over-the-Counter Trading, Short-Term European Papers. – Vgl.
Monatsbericht der EZB vom Februar 2008, S. 72 ff. (Einteilung; Erläuterungen zum Risikogehalt; Übersicht der Umsätze in den einzelnen Segmenten seit 2000), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom August 2014, S. 31 f. (Aussagegehalt der jeweiligen Risikoprämie auf dem Geldmarkt).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Geldmarkt-Segmente (money market segments)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/geldmarkt-segmente-money-market-segments/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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