Forward Guidance bezeichnet geldpolitische Kommunikation über die voraussichtliche zukünftige Entwicklung der Leitzinsen. Sie beeinflusst Markterwartungen und kann deshalb auch längerfristige Renditen bewegen, selbst wenn der aktuelle Leitzins unverändert bleibt. Im Bericht werden zur Identifikation geldpolitischer Schocks neben Geldmarktzinsen auch Staatsanleiherenditen längerer Laufzeiten berücksichtigt, damit solche Erwartungseffekte erfasst werden. Forward Guidance ist besonders bedeutsam, wenn kurzfristige Zinsen nahe ihrer Untergrenze liegen und die Zentralbank ihre geldpolitische Ausrichtung über Aussagen zum künftigen Kurs vermittelt.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Januar 2026 , 22.01.2026 , PDF-S. 77. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/973956/referenceDoc/7a6a3b02ce72b6a454aee8cac61986dc.