Thematische Übersicht zu Geldpolitik mit 99 zugeordneten Begriffen, Definitionen und Beiträgen im wissenschaftlichen Gerhard-Merk-Archiv.
Verwandte Begriffe
Geldpolitik bezeichnet Maßnahmen der Zentralbank zur Steuerung von Geldangebot und Geldnachfrage, zur Sicherung des Zahlungsverkehrs und der Geldwertfunktion.
Was bedeutet vorausschauende Geldpolitik? Der Lexikonbeitrag erklärt Wirkungsverzögerungen, kurzfristige Schocks und den Umgang mit Inflation.
Definition von „Geldpolitik ohne Geld“: Warum eine Zentralbank gesamtwirtschaftliche Trends statt Geldmenge und Ausleihungen zugrunde legen soll.
Definition der Handlungsbereitschaft in der Geldpolitik: Warum öffentlicher Druck und Einflussnahme die Bereitschaft einer Zentralbank beeinflussen können.
Goodharts-Regel: Warum makroökonomische Indikatoren ihre Aussagekraft verlieren, sobald sie als geldpolitische Steuerungsziele eingesetzt werden.
Die Greenspan-Doktrin erklärt, warum Zentralbanken Vermögensblasen nicht gezielt bekämpfen sollten und welche Risiken dies für Preisstabilität birgt.
Greenspeak bezeichnet bewusst unbestimmte Äußerungen von Zentralbankvertretern, die unterschiedliche Erwartungen an den Finanzmärkten auslösen.
Definition des Glaubwürdigkeits-Paradoxons: Wie glaubwürdige Geldpolitik, niedrige Zinsen und die Suche nach Rendite riskante Anlagen fördern können.
Definition und Funktion von Geldmarkt-Operationen: Wie Zentralbanken Liquidität steuern, Zinsstabilität sichern und sich von Bail-outs abgrenzen.
Definition der Geldmarkt-Volatilität: Preisschwankungen, geldpolitische Unsicherheiten, Signale und Rauschen sowie wichtige Mess- und Einflussfaktoren.
Definition von Geldmengenwachstum und Hinweise zu Geldüberhang, Inflation, Preisniveau sowie Entwicklungen im Eurogebiet.
Definition des Geldpolitischen Ausschusses (MPC): Aufgaben, geldpolitische Analysen und Vorschläge an den EZB-Rat im ESZB.
Definition von „geparktem Geld“: ungewöhnlich hohe Bankeinlagen bei der Zentralbank, besonders in Krisenzeiten, sowie Bezüge zu Negativzins und…
Geldausweitung bezeichnet die Vermehrung der Geldmenge durch die Zentralbank. Definition mit Verweisen auf verwandte finanzwirtschaftliche Begriffe.
Definition von Forward Guidance: Wie Zentralbanken ihre geldpolitischen Absichten ankündigen, Investitionen fördern und Glaubwürdigkeitsrisiken eingehen.
Fragmentierung bezeichnet unterschiedliche Kreditzinsen trotz eines einheitlichen EZB-Leitzinses, etwa zwischen Deutschland, Italien und Spanien.
Definition der verbalen Führung: Wie Zentralbanken mit Verlautbarungen und Reden nach Zinssenkungen auf Finanzmärkte einwirken.
Die gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung zeigt Finanzierungskreislauf, Guthaben und Verbindlichkeiten von Haushalten, Unternehmen und Staat.
Der Begriff Finanzinsel beschreibt die Schweiz als sicheren Hafen und die Folgen von Frankenaufwertung, Euro-Kursziel und geldpolitischer Abhängigkeit.
Finanzpolitik bezeichnet staatliche Maßnahmen zu Einnahmen, Ausgaben, Vermögen und Schulden sowie die Gestaltung von Kapitalströmen in Unternehmen.
Definition der ständigen Fazilität: Einlage- und Spitzenrefinanzierungsfazilität der EZB als Zinsgrenzen und Signale der Geldpolitik.
Überblick zu EZB-Netzwerken: Ziele, Gründung und Forschung von Inflation Persistence Network und Wage Dynamics Network zu Preisen, Löhnen und Geldpolitik.
Das Ein-Stimmen-Prinzip im EZB-Rat: Jede Stimme zählt gleich, unabhängig von der Größe der Volkswirtschaft. Bedeutung und Einfluss im Überblick.
Definition von ECB-Observer: Eine deutsche Expertengruppe bewertet die EZB-Politik und möchte das Verständnis für Geldpolitik in der Öffentlichkeit stärken.
Definition der währungsraumbezogenen Disfunktionalität: Spannungen zwischen gemeinsamer Geldpolitik, nationaler Finanzpolitik und Banken in der EWU.
Definition des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs, seine Bedeutung für Zahlungsbilanz und Geldpolitik sowie Probleme der statistischen Erfassung.
Datenunsicherheit bezeichnet fehlende, verspätete oder schwer vergleichbare Wirtschaftsdaten und erschwert geldpolitische Entscheidungen, etwa zur…
Definition von Codewörtern in Zentralbank-Verlautbarungen: Bedeutung für Geldpolitik, Erwartungs-Management, EZB-Kommunikation und Forward Guidance.
Definition von Bias im Finanzwesen: Wie neutrale, positive und negative Einschätzungen die erwartete Geldpolitik und Zinsentwicklung beschreiben.
Der Bilanzkanal beschreibt, wie steigende Zinsen Unternehmenswerte, Aktien- und Anleihekurse sowie die Kreditaufnahme über Sicherheiten beeinflussen.
Der Auslastungsgrad beschreibt die Nutzung der Produktionskapazitäten und ist eine wichtige Kennzahl für Konjunkturbeobachtung und Geldpolitik.
Definition der aktienkursbestimmten Ausrichtung: Wie die US-Notenbank Aktienkurse als Zwischenziel betrachtet und welche Risiken diese Politik birgt.
Definition der einzieligen Ausrichtung: Geldpolitik orientiert sich an einem einzigen Ziel oder einer eindeutigen Regel, etwa Preisstabilität oder M3-Wachstum.
Definition der kurzfristigen geldpolitischen Ausrichtung: eine Festlegung der Geldpolitik auf einen Zeitraum von etwa vierzehn Monaten.
Definition der mittelfristig ausgerichteten Zentralbankpolitik: Geldpolitische Zielorientierung über Konjunkturzyklen hinweg, typischerweise für fünf Jahre…
Definition der nachfragebestimmten Ausrichtung: Geldpolitik zur Verstetigung der Inlandsnachfrage und ihre Einordnung im EZB-Mandat nach Artikel 127 AEUV.
Definition der stabilitätsorientierten Ausrichtung: Warum Geldpolitik auf stabiles Geld und Währungsstabilität statt auf gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht…
Definition der vermögensorientierten Geldpolitik: Vermögenspreise, Zentralbank, Immobilien, Finanzmärkte und Risiken einer Preisstabilisierung.
Definition der wechselkursbestimmten Ausrichtung: Geldpolitik mit Fokus auf ein Wechselkursziel und die Kritik der EZB an einer solchen Bindung.
Definition des Ausschusses für Marktoperationen (MOC): Aufgaben bei Finanzmarktbeobachtung, Geldpolitik und Devisenoperationen im ESZB.
Definition geldpolitischer Anweisungen: Kritik an vereinfachten Vorgaben für Zentralbanken und an nachträglichen Beweisen ihrer vermeintlichen Fehler.
Definition der zentralbanklichen Anpassungspolitik: Ausgleich von Lohn- und Preissteigerungen durch eine entsprechend bemessene Geldmengenausweitung.
Definition von „Angst, perverse“: Entstehung, Bedeutung und Reaktionen auf Mario Draghis Aussage zur Inflationsfurcht in Deutschland.
Definition des Zwölfmonatstenders: Die EZB stellte Banken über ein Jahr Liquidität bereit und berechnete den Zinssatz anhand des durchschnittlichen Leitzinses.
Hereinnahme bezeichnet bei der EZB den Kauf von Wertpapieren oder Aktiva zur späteren Rückgabe und dient der Liquiditätsabschöpfung.
Definition der Hereinnahme von Termineinlagen als geldpolitisches Instrument der EZB zur Feinsteuerung und Liquiditätsabschöpfung am Markt.
Definition des Höchstbietungssatzes: der höchste Zinssatz, zu dem Geschäftspartner der EZB bei Zinstendern Gebote abgeben können.
Definition von Höchstlaufzeiten: Warum Zentralbank oder Aufsicht die Vertragsdauer von Konsumentenkrediten begrenzen und wie dies die Nachfrage beeinflusst.
Definition des Hauptrefinanzierungsgeschäfts (HRG): wöchentliches Offenmarktgeschäft der EZB, seine Laufzeit, Tenderverfahren und geldpolitische Rolle.
Definition zentralbanklicher Goldabkommen: Europäische Zentralbanken veröffentlichen regelmäßig ihre Absichten zum Umgang mit den eigenen Goldbeständen.