Von der Politik des Federal Reserve Systems in den USA gesagt. – In den USA besass im Jahr 2006 jeder zweite Haushalt Aktien. – Die (Konsum)Ausgaben der Privathaushalte stehen aber nachweislich in sehr enger Wechselbeziehung zu den Aktienkursen. – Die Aktienkurse werden daher von der Fed als Zwischenzielvariable (intermediate target variable of monetary policy) angesehen; entsprechend muss dafür gesorgt werden, dass die Unternehmen günstige Gewinnerwartungen bzw. verheissungsvolle Wachstumsaussichten haben, damit die Privathaushalte mehr Nachfrage entfalten. – Der Nachteil bei dieser Politik ist, dass die Aktionäre immer riskanter auf Hausse spekulieren. Denn sie können erwarten, dass die Fed bei einer Baisse mit Zinssenkungen hilft. – Nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank drückt ein Fall der Aktienkurse um dreissig Prozent das Wirtschaftswachstum in Deutschland über den privaten Verbrauch um kaum 0,1 Prozent. – Siehe Anpassungspolitik, zentralbankliche, Ausrichtung, einzielige, Erdölpreis, Inflation Targeting, Konjunkturpolitik, Konsumneigung, marginale, Luxuskonsum, Moral Hazard, Prognose-Modell, Preisniveausteuerung, Signalwirkung, Zwei-Säulen-Prinzip.

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@ekrah.com
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/