Geldmenge
Thematische Übersicht zu Geldmenge mit 22 zugeordneten Begriffen, Definitionen und Beiträgen im wissenschaftlichen Gerhard-Merk-Archiv.
Verwandte Begriffe
Definition der Geldmenge: Bargeld, Buchgeld und Nebenwährungen im Währungsraum sowie Herausforderungen ihrer statistischen Erfassung.
Definition der mittleren Geldmenge: M1 plus Einlagen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit oder bis zu drei Monaten Kündigungsfrist. Siehe M2.
Definition der realen Geldmenge: noch nicht verausgabtes Geld im Besitz der Wirtschaftssubjekte in der Sprache der Zentralbanken.
Geldmengen-Fetischismus bezeichnet die Ansicht, der Geldwert hänge allein von der Geldmenge ab. Der Lexikoneintrag erläutert weitere Inflationsfaktoren.
Definition von Geldmengenwachstum und Hinweise zu Geldüberhang, Inflation, Preisniveau sowie Entwicklungen im Eurogebiet.
Goodharts-Regel: Warum makroökonomische Indikatoren ihre Aussagekraft verlieren, sobald sie als geldpolitische Steuerungsziele eingesetzt werden.
Geldüberhang bezeichnet die positive Abweichung der tatsächlichen Geldmenge von einem modellgestützten Gleichgewichtswert der Zentralbanken.
Definition von „Geldpolitik ohne Geld“: Warum eine Zentralbank gesamtwirtschaftliche Trends statt Geldmenge und Ausleihungen zugrunde legen soll.
Der Begriff Geldschleier beschreibt die Vorstellung, Geld bilde nur reale Vorgänge ab. Warum Geldmenge und Wechselkurse heute die Wirtschaft beeinflussen.
Geldschöpfung bezeichnet die Vermehrung der Geldmenge durch Kreditvergabe, Zentralbankgeschäfte und den laufenden Prozess der Geldvernichtung.
Geldangebot bezeichnet die in einer Volkswirtschaft verfügbaren Zahlungsmittel als Tauschmittel für Waren und Dienstleistungen. Definition und Verweise.
Geldausweitung bezeichnet die Vermehrung der Geldmenge durch die Zentralbank. Definition mit Verweisen auf verwandte finanzwirtschaftliche Begriffe.
Definition der Begrenzungsfunktion: Wie Zentralbanken über Mindestreservepolitik und Zinspolitik den Handlungsspielraum der Banken und die Geldmenge…
Definition der monetären Analyse: die zentrale Berücksichtigung der Geldmenge durch die Zentralbank sowie Verweise auf geldpolitische Strategien.
Das Gibson-Paradoxon beschreibt, warum expansive Geldpolitik zunächst Zinsen senkt, bei steigender Kreditnachfrage aber langfristig den Zinssatz erhöhen kann.
Geldkapital bezeichnet Investitionsmittel und in der EZB-Terminologie längerfristige Forderungen von Nichtbanken gegenüber dem Bankensystem.
Die Geldlücke bezeichnet überschüssige Liquidität beziehungsweise ein Liquiditätsdefizit im Währungsraum, das noch nicht in Mengen- oder Preiserhöhungen…
Definition der langfristigen Geldneutralität: Warum die Annahme dauerhafter Wirkungenlosigkeit von Geldmengenänderungen empirisch widerlegt ist.
Die Currency-Theorie erklärt Geldwert und Preisniveau aus der Edelmetalldeckung und lehnt eine flexible Anpassung der Geldmenge durch die Zentralbank ab.
Definition von Blasenbildner: Wie eine übermäßige Geldmengenausweitung spekulative Blasen bei Immobilien, Wertpapieren und anderen Vermögenswerten begünstigt.
Definition des Bargeldumlaufs: gesetzliche Banknoten und Münzen im Umlauf, Berechnung als Nettogröße und statistische Quellen der EZB.
Definition der zentralbanklichen Anpassungspolitik: Ausgleich von Lohn- und Preissteigerungen durch eine entsprechend bemessene Geldmengenausweitung.
