Geldschöpfung (money creation)

Allgemein die Vermehrung der Geldmenge. Sie vollzieht sich dadurch, dass – Banken ihren Kunden Darlehn gewähren; denn hierdurch entstehen neue Forderungen und Verbindlichkeiten; – die Zentralbank den Banken unter gewissen Bedingungen Geld zur Verfügung stellt, auch über den Weg des Ankaufs von Devisen. – Dem beständigen Vorgang der Geldschöpfung entspricht ein ebenso laufender Prozess des Verschwindens von Geld durch Rückzahlung von Krediten und Verkauf von Devisen. – Die im wesentlichen durch das Kreditgeschäft der Banken entstandenen Guthaben des Publikums bei den Kreditinstituten stellt den bedeutsamsten Teil des Geldvolumens dar. Demgemäss vollzieht sich der Zahlungsverkehr den Beträgen nach grösstenteils durch Umbuchung auf Sichtkonten der Banken. – Siehe Aggregate, monetäre, Fachbankensystem, Geldmarkt-Operationen, Geldschöpfungssektor, Kreditgeld, Liquiditätsposition, Mindestreserve-Soll. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Oktober 2011, S. 73 ff. (Verhalten der Banken im Verlauf der Konjunkturzyklen).

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/

Sidebar