Geldschleier (money veil)

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Die von einigen Klassikern der Nationalökonomik vertretene Auffassung, dass Geldgrössen lediglich reale wirtschaftliche Vorgänge abbilden. Man kann deshalb bedenkenlos diesen Schleier wegziehen, um den dahinterliegenden Kern der Abläufe (heart of the matter) zu erkennen, nämlich der tatsächlichen ökonomischen Tauschakte (economic transactions in reality). – Unterstellt wird hierbei, dass die MasstabEigenschaft des Geldes nach innen und aussen unverändert bleibt, was im grossen und ganzen für die Goldwährung früherer Zeit auch zutraf. Heute wirken sich Veränderung der Geldmenge oder Änderung der Wechselkurse jedoch unmittelbar auf den dinglichen Wirtschaftsprozess in vielfältiger Weise aus. – Siehe Erdölpreis, Erwartungen, Geld, neutrales, Geldpolitik ohne Geld, Geldneutralität, langfristige, Money-matters-Theorem, Papierwährung, reine, Währung, Wechselkurs. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom November 2010, S. 101 f. (Geldmenge ist für die makroökonomische Dynamik mitentscheidend).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Geldschleier (money veil)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/geldschleier-money-veil/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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