In Zusammenhang mit der Geldpolitik gesagt von – Verlautbarungen der Zentralbank, – in denen für Fachleute erkennbare Wörter oder Redewendungen – etwa: “wir sehen mit grosser Sorge…” – eingeflochten sind, – aus denen man die bevorstehenden Massnahmen der Zentralbank herauslesen kann. – Der Vorteil solcher Codewörter ist, dass sie nachweislich über Finanzjournalisten die Öffentlichkeit auf entsprechende Schritte der Geldpolitik vorbereiten können. Man spricht hier auch von Erwartungs-Management (influence on expectations) seitens der Zentralbank. – Der Nachteil liegt darin, dass die Aufmerksamkeit allzu sehr auf Codewörter gerichtet ist. Die für das Verständnis der Geldpolitik wichtige tiefergehende Darlegung der gesamtwirtschaftlichen und monetären Entwicklung tritt dann leicht in den Hintergrund. – Die EZB meidet solches Erwartungs-Management und überhaupt eine verschlüsselte Sprache. Im Rahmen der von ihre betriebenen Politik des offenen Mundes werden im Regelfall alle Umstände verständlich und durchsichtig dargelegt. – Siehe Auskünfte, marktsensible, EZB-Protokolle, Veröffentlichung, Forward Guidance, Führung, verbale, Forward Guidance, Greenspeak, Handlungsbereitschaft, Politik des offenen Mundes, Unschärfe, konstruktive.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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