Datenunsicherheit (data uncertainty)
In Bezug auf die Geldpolitik die Tatsache, dass zeitnahe und zuverlässige Daten über die aktuelle Wirtschaftslage kaum zur Verfügung stehen. Für die EZB kommt noch hinzu, dass die Vergleichbarkeit (comparability) der erfassten Daten für jedes Mitgliedsland aufgrund bis anhin noch bestehender unterschiedlicher Erhebungstechniken nicht immer gewährleistet ist. Auch können wichtige ökonomische Variablen kaum unmittelbar beobachtet, sondern allenfalls geschätzt werden. Ein Beispiel hierfür bietet die Produktionslücke, nämlich die Abweichung der tatsächlichen Produktion vom Produktionspotential, also jener bei ausgelasteten Kapazitäten. – Siehe Anweisungen, geldpolitische, Auslastungsrad, Ausrichtung, Daten, weiche, Feinsteuerungs-Operationen, Geldpolitik, vorausschauende, Gleichgewichtsmodelle, dynamischstochastische, Information, verspätete, Hurrikan-Schocks, Modellunsicherheit, Prognoseproblem, geldpolitisches, Schocks, strukturelle, Sparsamkeitsregel, Strukturunsicherheit, Zwei-Säulen-Prinzip. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2004, S. 15 ff., Monatsbericht der EZB vom September 2010, S. 79 ff. (teilweise Datenunsicherheit auch bei der Echtzeit-Datenbank unvermeidbar).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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