Produktionslücke auch Output-Lücke (output gap)

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Der Unterschied zwischen der tatsächlichen Produktion in einem Wirtschaftsgebiet und jener bei ausgelasteten Kapazitäten (dem Produktionspotential; productive capacity) und damit eine Kennziffer für die ungenutzten Kapazitäten gesamthaft. Von den Zentralbanken wird diese Grösse zur Vorhersage spekulativer Blasen herangezogen. – Die Vergangenheit hat allerdings gezeigt, dass aufgrund der schwierigen Erfassung – die Produktionslücke ist nicht unmittelbar beobachtbar: sie muss weithin geschätzt werden – nachträglich notwendig gewordene statistische Korrekturen der Produktionslücke sehr stark sind, ja sich sogar manchmal das Vorzeichen geändert hat. – Siehe Anweisungen, geldpolitische, Auslastungsgrad, Datenunsicherheit, Kapazitätsauslastung, Konjunkturdiagnose, Order-Capacity-Index, Potentialwachstum, Produktionshemmnisse, Saysches Gesetz, Stagnation, säkulare, Zwei-Säulen-Prinzip. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Februar 2005, S. 45 ff. (Erfassungsschwierigkeiten, Statistisches), Monatsbericht der EZB vom Dezember 2008, S. 74 ff. (Entwicklung des Produktionspotentials angesichts veränderter Ölpreise; wichtige methodische Feststellungen), Monatsbericht der EZB vom Juli 2009, S. 53 (Produktionslücke schwer berechenbar), Monatsbericht der EZB vom Januar 2011, S. 87 ff. (Produktionslücke und Inflation; Übersicht; Literaturverweise), Monatsbericht der EZB vom Juni 2011, S. 78 ff. (Produktionslücke seit 1995; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom November 2011, S. 55 ff. (neue Schätzungen; Aussagekraft der Produktionslücke für die Inflationsprognose; Literaturhinweise), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2014, S. 13 ff. (tiefgehende Erörterung der Probleme in Zusammenhang mit der Messung und Interpretation der Produktionslücke).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Grenzkosten

\[GK(x)=K\prime(x)\]

Die zusätzlichen Kosten einer marginalen Produktionsausweitung bestimmen.

Variablen: K(x) Kostenfunktion; x Ausbringungsmenge.

Anwendung: Für Produktionsentscheidungen, Preisuntergrenzen und Gewinnmaximierung.

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Produktionslücke auch Output-Lücke (output gap)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/produktionslucke-auch-output-lucke-output-gap/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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