Thematische Übersicht zu Historische Abgaben mit 51 zugeordneten Begriffen, Definitionen und Beiträgen im wissenschaftlichen Gerhard-Merk-Archiv.
Verwandte Begriffe
Hochzeitstischgeld war eine historische Abgabe auf Hochzeitsfeiern. Erfahren Sie mehr über Regelungen, Hochzeitsgeschenke und soziale Ziele.
Dechergeld bezeichnet in alten Dokumenten eine Abgabe auf Leder. Erfahren Sie, was „Decher“ bei Gerbern und Lederern bedeutet.
Definition von Heiratsgeld: eine frühere Abgabe der Bürger zur Deckung der Hochzeitskosten bei einer Heirat in der landesherrlichen Familie.
Herdgeld bezeichnete früher eine Abgabe auf Häuser mit Feuerstelle und später abwertend eine Zahlung an Mütter für die Kindererziehung zuhause.
Handgeld bezeichnet je nach Kontext freie Ausgaben, Bestechungsgeld, Vorauszahlungen, Trinkgeld, Spielerablösen oder historische Abgaben.
Hardesgeld bezeichnete eine frühere Abgabe für den Finanzbedarf einer Harde und steht im Zusammenhang mit historischen Verwaltungsstrukturen in Schleswig.
Harzgeld, auch Harzergeld, war eine Abgabe für das gewerbliche Sammeln von Harz in herrschaftlichen oder gemeindlichen Wäldern.
Grutgeld bezeichnet die Bezahlung des Brauers an den Gruter für die Lieferung der Gewürzmischung und ging später in die Biersteuer ein.
Gussgeld bezeichnet eine frühere Zusatzvergütung für Schiffsführer bei hochwasserbedingten, außerplanmäßigen Liegezeiten im Binnenflussverkehr.
Definition von Haferzinsgeld und Haberzinsgeld: historische Zahlung zur Ablösung der Pflicht, eine bestimmte Menge Hafer an den Grundherrn zu liefern.
Definition von Hägergeld und Hegergeld: Gemeindliche Umlage für den Flurschützer sowie Gebühr für die Besamung einer Kuh durch einen Zuchtbullen.
Hallage bezeichnet in älteren Dokumenten eine Abgabe für Waren, die in einem Lagerhaus gestapelt und unmittelbar von dort verkauft wurden.
Definition von Hamegeld: historische Zahlung an den Jäger für das Einfangen flurschädigenden Wildes. Mit Verweisen auf Flurgeld, Hägergeld und Hutgeld.
Hammelgeld war eine historische Abgabe von Schafhaltern, zunächst für Weiderechte auf herrschaftlichem Grundbesitz, später als Geldzahlung.
Grabengeld, auch Landesdefensionsgeld, war eine frühere Abgabe zur Finanzierung des Baus und Unterhalts von Befestigungsanlagen an Grenzen und Städten.
Gespinstgeld, auch Gespunstgeld, bezeichnet eine frühere Zahlung zur Ablösung der Verpflichtung, für die Herrschaft Garn zu spinnen.
Gilt bezeichnet eine historische Naturalabgabe, später Geldzahlung, Zins oder Rente sowie eine britische Staatsanleihe in der Börsensprache.
Geleitgeld bezeichnet eine Abgabe für bewaffneten Schutz auf Reisen. Erfahren Sie mehr über Herkunft, Entwicklung und verwandte Begriffe.
Historische Erklärung des Gemeindeplatzgelds: eine Abgabe für die Nutzung der Allmende, auch Gemeinäckergeld oder Gemeinmarkgeld genannt.
Furtgeld bezeichnet eine in Bargeld entrichtete Abgabe für Fuhrleute beim Durchqueren einer Furt oder bei Ebbe zur Überfahrt zu einer Insel.
Fußgeld bezeichnet historische Abgaben und verschiedene Zahlungen, etwa für Stadteintritt, Schulwege, Benefizmärsche oder Prospektverteilung.
Fräuleingeld bezeichnet eine frühere Zwangsabgabe, die Prinzessinnen eine standesgemäße Mitgift bei ihrer Verheiratung sichern sollte.
Frongeld und Frohngeld bezeichneten Ablösungen für die Dienstpflicht Höriger sowie Abgaben von Grundeigentümern. Bedeutung und historischer Kontext.
Fischpfennig bezeichnete eine Geldabgabe zur Ablösung von Fischlieferungen oder als Entgelt für Fischfang und Fischzucht in Gewässern.
Fahnengeld bezeichnet eine historisch regional übliche Zahlung eines zum Meister beförderten Handwerkers an die Zunftkasse.
Ellengeld bezeichnet eine frühere Abgabe auf Webwaren, die pro Elle berechnet wurde, sowie historisches Standgeld auf örtlichen Märkten.
Einschlaggeld bezeichnete früher eine Zahlung für den Bau oder die Instandhaltung von Zäunen; der Jahresbeitrag hieß auch Gelindegeld.
Dreidingsgeld war eine Abgabe zur Entschädigung der drei Mitglieder eines Ortsgerichts. Erfahren Sie mehr über Aufgaben und historische Einordnung.
Eckergeld bezeichnete eine historische Zahlung für das Recht, Schweine zur Mast im Wald weiden zu lassen, meist berechnet nach der Zahl der Sauen.
Ehrschatz bezeichnete historisch eine Abgabe bei Grundstücksübertragungen sowie eine Gebühr für die Ehelichkeitserklärung unehelicher Kinder.
Dispensationsgeld bezeichnete historische Gebühren für Gewerbefreiheit, Befreiung vom Militärdienst, kirchenrechtliche Ausnahmen und Pflichtablösungen.
Bedeutung von Detz, Dätz und Datz: historische Abgabe des zehnten Ertragsanteils und spätere Geldzahlung. Herkunft aus dem Lateinischen.
Definition von Defensionergeld: eine historische Abgabe zur Ausrüstung ortsansässiger Bürger und Bauern als Landwehr während des Dreißigjährigen Krieges.
Dammzoll bezeichnete eine Abgabe für Bau und Unterhalt von Strassendämmen. Erfahren Sie, wer zahlungspflichtig war und welche Ausnahmen galten.
Definition von Charadsch: eine im islamischen Herrschaftsbereich von Nichtmuslimen erhobene Steuer, später auch allgemein eine Abgabe.
Definition von Bunzengeld und Bunsengeld: eine frühere Heiratsgebühr, die ein Leibeigener bei seiner Eheschließung zahlen musste.
Burgwerkgeld bezeichnet eine historische Abgabe zum Bau oder zur Erhaltung einer Burg, insbesondere einer Fliehburg. Siehe auch Festungsgeld.
Buttergeld bezeichnete früher das Einkommen der Bäuerin aus der Milchwirtschaft und eine historische Abgabe für die Verwendung von Butter im Christstollen.
Bedeutung von Brennhafengeld: historische Abgabe für das Branntweinbrennen. Erfahren Sie, was „Brennhafen“ als Brenngerät bezeichnet.
Brettgeld bezeichnete früher die Zahlung für die Beköstigung eines Stadtwächters oder Burgvogts. Erfahren Sie mehr zur historischen Bedeutung.
Definition von Brotlizent: historische Abgabe auf Weizen, Roggen und Dinkel sowie Pflichten des Mühlenbesitzers gegenüber dem Lizent-Kommissar.
Biergeld bezeichnet unter anderem eine historische Abgabe, Trinkgeld, Wertmarke, Lohnabzug, Zulage oder einen kleinen Geldbetrag.
Beutnergeld bezeichnet eine frühere Abgabe für das Recht der Beutnerei in einem Bezirk. Mit Verweisen auf Bienenprämie, Immengeld und Zeidlergeld.
Definition von Befreiungsgeld beziehungsweise Verschongeld: monetisierte Fronverpflichtungen von Leibeigenen und historische Beispiele.
Beisassgeld bezeichnete eine historische Abgabe für Ortsansässige ohne vollständiges Bürgerrecht, etwa Beisassen, Schutzbürger und Paröken.
Beisitzergeld bezeichnet eine frühere Abgabe vermögensloser Gemeindeeinwohner mit eingeschränkten Rechten. Bedeutung und Bezeichnungen im Überblick.
Historische Abgabe für Bierbrauer: Definition von Apparategeld und Apparatesteuer sowie Einordnung als Maischbottich- oder Kesselsteuer.
Armenkasse bezeichnet einen historischen Geldbestand zur Unterstützung Bedürftiger, gespeist aus Abgaben und freiwilligen Zuwendungen wohlhabender Bürger.
Anzugsgeld bezeichnet eine frühere Geldabgabe für Personen, die sich als Zuzügler in einer Gemeinde oder einem Territorium niederlassen wollten.
Definition von Annehmungsgeld: historische Abgabe für die Niederlassung sowie Aufnahmegebühr für neue Gesellen in eine Zunft.