Die Republik Finnland mit knapp über fünf Mio Einwohnern gehört von Anfang an zum Eurogebiet. Das Land geriet im April 2011 in die Schlagzeilen, als bei einer Parlamentswahl die europakritische Partei “Wahre Finnen” fast zwanzig Prozent der Wählerstimmen erhielt; die Partei hatte den Austritt aus der Eurozone in ihr Programm aufgenommen. – Hintergrund war die Verärgerung über die Hilfen bei der GriechenlandKrise, Irland-Krise und Portugal-Krise. Denn Finnland hatte im Gefolge der auf die Subprime-Krise folgenden Finanzkrise einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von acht Prozent zu verzeichnen: der grösste Einbruch innert der Eurozone. Die Politik in Finnland ging daraufhin einen harten Weg, der allen Bürgern spürbare Opfer auferlegte, um aus eigener Kraft das Haushaltsgleichgewicht wiederzuerlangen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. In der Öffentlichkeit staute sich daher Unmut auf über jene Mitglieder, die zwar die Vorteile der festen Währung und der niedrigen Zinsen im Eurogebiet genossen, aber nichts unternahmen, um den Verpflichtungen aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt nachzukommen. – Siehe Bail-out, Defizit-Finanzierungsverbot, Erpressungspotential, EZB-Sündenfall, Gruppendruck, Moral Hazard, Plan C, Politikklammer, Politikverzug, Stabilisierungsmechanismus, europäischer, Stand-by-Kredit, Transferunion, VerschuldungProduktivität-Verkettung, Vertragstreue, Zwei-Wege-Option.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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