Renditeaufschlag (auch als Zinsaufschlag und Risikoaufschlag bezeichnet) von – Anleihen (von Unternehmen) mit Ausfallrisiko gegenüber risikoärmeren Anleihen (Staatsanleihen bester Bonität, nämlich Titeln von solchen Staaten, die nach Einschätzung der Anleger ihre aufgenommenen Kredite auch zurückzahlen können und wollen) gleicher Laufzeit; der Aufschlag entschädigt den Anleger für das erhöhte Risiko, häufig auch für eine geringere Liquidität derartiger Anleihen; – Staatsanleihen verschiedener Länder in einer Währungsraum wie dem Eurogebiet. In den zu Jahresbeginn 2010 zu Tage getretenen beachtlichen Risikoaufschlägen für Papiere aus Griechenland, Italien, Irland oder Portugal drückte sich die Furcht der Anleger vor dem Auseinanderbrechen der Europäischen Währungsunion (euro zone’s breakup) und dem allfälligen Exit einzelner hochverschuldeter, weil reformunfähiger (inable to reforms) Mitglieder aus. – Siehe Ekart, Euro-Bonds, Liquiditätshilfen für Notfälle, Plan C, Repatriierungs-Effekt, Staatsbankrott, Staatsverschuldung, Wirkungen. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Juli 2009, S. 31 ff. (Renditeabstände während der Finanzkrise; Vergleich Eurogebiet zu USA; Übersichten), Jahresbericht 2009 der BaFin, S. 15 f. (CDS-Spreads für Griechenland 2008 bis 2010), S. 164 f. (Prüfung durch die BaFin).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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Passende Formel
Laufende Anleiherendite
Die laufende Verzinsung einer Anleihe bezogen auf ihren Marktpreis berechnen.
Variablen: C jährlicher Kupon; P aktueller Anleihekurs.
Anwendung: Für einen schnellen Renditevergleich ohne Kursgewinn und Laufzeiteffekt.