Finanzmarktstabilisierungsgesetz, FMStG (German Financial Markets Stabilisation Act)

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Im Oktober 2008 im Eilverfahren in Kraft gesetztes Gesetz mit dem Ziel, allfällige grössere Einbrüche auf dem deutschen Finanzmarkt abzufangen. Es enthielt Bestimmungen über – eine Garantieübernahme durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, – Rekapitalisierung: gegen Leistung einer Einlage kann die SoFFin Eigenkapitalanteile, stille Beteiligungen oder sonstige Eigenmittelbestandteile von Unternehmen erwerben sowie – Risikoübernahme: die SoFFin kann vor dem 13. Oktober 2008 (dem Tag des Inkrafttreten des Gesetzes) von Instituten erworbene risikobehaftete Wertpapiere gegen die Übertragung von Staatsschuldtiteln erwerben. Grundsätzlich zielten diese Massnahmen auf die Passivseite der Bankbilanz; geschätzte 200 Mia EUR toxische Papiere auf der Aktivseite blieben ein Problem, das durch weitere Schritte zu lösen war. – Siehe Bad Bank-Modell, deutsches, Bankbasierung, Bilanzbereinigung, Finanzkrise, Finanzmarktstabilisierungsanstalt, Papiere, toxische, Stabilitätsfonds, europäischer, Subprime-Krise. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom August 2009, S. 79 ff. (Wirkungen der Massnahmen auf die Staatsverschuldung), Monatsbericht der EZB vom Juli 2011, S. 91 ff. (EU-Rahmen für das Krisenmanagement im Finanzsektor), Geschäftsbericht 2012 der Deutschen Bundesbank, S. 97 (Entwurf für das Krisenmanagement bei in Schieflage geratenen Instituten; S. 100: Drittes Finanzmarktstabilisierungsgesetz).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Finanzmarktstabilisierungsgesetz, FMStG (German Financial Markets Stabilisation Act)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/finanzmarktstabilisierungsgesetz-fmstg-german-financial-markets-stabilisation-act/ (Stand: 15.10.2022).

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