In der Finanzsprache die Bezeichnung dafür, dass die Unternehmensfinanzierung (company financing) hauptsächlich über Darlehn der Banken geschieht, also nicht vornehmlich über die Begebung von Schuldtiteln. – Im Unterschied zu den USA erfolgt im Eurogebiet ein Grossteil der Finanzierung der Unternehmen über Bankkredite. Für die Zentralbank folgt aus dieser Tatsache, dass sie der Liquiditätsversorgung der Banken besondere Aufmerksamkeit widmen muss, damit die Institute zu günstigen Bedingungen Darlehn an Unternehmen vergeben können. – Siehe Bankenfinanzierung, Finanzmarktstabilisierungsgesetz, Kreditklemme, Kreditmediator, Quantitative Easing, Verlust-Darlehn-Beziehung. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2009, S. 18 ff. (Bedeutung der Bankkredite als Finanzierungsquelle; Übersichten; S. 25: ökonometrisches Schätzmodell der Darlehn), Monatsbericht der EZB vom November 2013, S. 49 ff. (Zugang vor allem der KMUs zu Darlehn; Übersichten).

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@ekrah.com
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/