German
Begriffserläuterungen aus der Finanzwelt im allgemeinen und aus der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) insonderheit sowie auch aus dem Bereich des Aufsichtsrechts und der Staats-Schuldenverwaltung, auf mehrfachen Wunsch ergänzt auch um etwelche, zum Verständnis der Zentralbankpolitik notwendige Grundbegriffe des Bank- und Börsenwesens, sowie ältere und neuere Ausdrücke, die sprachlich auf “Geld” Bezug nehmen, die Beschreibung einiger für die europäische und die weltweite geldpolitische Zusammenarbeit wichtiger Gremien und Foren sowie Hinweise auf entsprechende Fachartikel im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank und im Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie – durchwegs auf die Gegebenheiten und Rechtsverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland bezogen. Alphabetisch geordnet, mit den jeweiligen englischen Fachbegriffen, und erarbeitet hauptsächlich aufgrund offizieller Druckschriften. Über die Suchfunktion des Browsers sind auch viele Begriffe aufzufinden, denen kein eigenes Stichwort gewidmet ist.
- Liquiditätskrisenplan (contingency plan) DE
Wenn nicht anders definiert bei einer Bank organisatorische Vorkehrungen (organisational precautionaries) für den Fall, dass ein Liquiditätsengpass auftritt. - Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht verlangt angesichts …
- Liquiditätsmeldungen (liquidity calls) DE
Im Zuge der sich zuspitzenden Finanzkrise von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht im September 2008 vorübergehend eingeführte tägliche, später wöchentliche Meldepflicht bestimmter Institute über deren Liquiditätslage. – …
- Liquiditätsplanung und Liquiditätsmanagement (cash planning, liquidity planning, liquidity management) DE
Bei einer Bank alle Massnahmen, welche die jederzeitige (at any time), unbeschränkte (unconditional, unrestricted) Zahlungsfähigkeit des Instituts sicherstellen. - Im Zuge der Subprime-Krise und der sich …
- Liquiditätspolitik (availability policy) DE
Alle Massnahmen der Zentralbank, dem Bankensystem ihr Monopolgeld zuzuleiten oder dieses abzusaugen. – Bereitstellung von reichlicher Liquidität mit dem Ziel, Staatsschulden abzubauen. Dies wird als der …
- Liquiditätspool (liquidity pool) DE
Von manchen Ökonomen gefordertes Bargeld-Konto, in das grössere Banken nach einem bestimmten Verteilungs-Schlüssel einzahlen. Bei Engpässen könnten die Institute aus diesem Pool gespeist werden. Damit wären …
- Liquiditätsposition (liquidity position) DE
In der Statistik der EZB bezieht sich dies auf das Bankensystem des Euro-Währungsgebiets gesamthaft und umfasst die Euro-Guthaben auf den Girokonten der Kreditinstitute beim Eurosystem. Diese …
- Liquiditätspräferenz (liquidity preference) DE
Die Neigung der Wirtschaftssubjekte, Bargeld und Sichteinlagen zu halten, anstatt zinsbringende Wertpapiere zu kaufen. In der Nationalökonomik wird dieses Verhalten in verschiedenen Modellen mit unterschiedlicher Überzeugungskraft …
- Liquiditätsprämie (liquidity premium) DE
Der Preis, den jemand dafür zu zahlen bereit ist, dass er einen sofort in Bargeld umzuwandelnden Vermögenswert besitzt (the price someone is willing to pay, usually …
- Liquiditätsprämien-Theorie (theory of liquidity premium) DE
Kurzfristige Anlagen auf dem Finanzmarkt können relativ problemlos und ohne Kursrisiken in Liquidität umgewandelt werden. Bei langfristigen Engagements steigen mit zunehmender Fristigkeit auch die Kursrisiken. Hohe …
- Liquiditätspuffer auch Liquiditätskissen (liquidity buffer, financial cushion) DE
Allgemein alle Vermögenswerte der Unternehmen und Banken, die im Falle einer Finanzkrise ohne weiteres in Bargeld umgewandelt werden können (are readily saleable and, therefore, can be …