Liquiditätsplanung und Liquiditätsmanagement (cash planning, liquidity planning, liquidity management)

Auch in: FR

Bei einer Bank alle Massnahmen, welche die jederzeitige (at any time), unbeschränkte (unconditional, unrestricted) Zahlungsfähigkeit des Instituts sicherstellen. – Im Zuge der Subprime-Krise und der sich daraus entwickelnden Finanzkrise zeigte sich, dass hier bei manchen Banken teilweise erhebliche organisatorische Mängel (organisatorial deficiencies) bestanden, und es an einer Abstimmung zwischen den Verantwortlichen im Geschäft vor Ort, den für die Risikokontrolle zuständigen Mitarbeitern und der obersten Führungsebene fehlte. – Nach § 11 KWG muss – jedes Institut seine Mittel so anlegen, dass jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft gewährleistet ist. – Zudem verlangt die Aufsichtsbehörde, dass jede Bank für einen geeigneten Zeitraum eine Liquiditätsübersicht zu erstellen hat. – Diese muss so ausgestaltet sein, dass regelmässig angemessene Szenariobetrachtungen (scenario observations, scenario analyses) zur Erkennung allfällig auftretender Liquiditätsklemmen durchgeführt werden können. – Siehe Acid Ratio, Bankregel, goldene, Barmittel, Controlling, finanzielles, Funktion, KapitalanlageRechnungslegungs-und Bewertungsverordnung, Liquiditäts-Ablaufbilanz, Liquiditätsanforderungen gegenüber Aktivposten, Liquiditätsdeckungsziffer, Liquiditätskrisenplan, Liquiditätspuffer, Liquiditätsrisiko, Liquiditätsschock, Liquiditätsverordnung, Liquidity at Risk, Notreserve, Quick Ratio. Solvenz, Solenzaufsicht, Stock Approach, Szenarien, aussergewöhnliche. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2008, S. 63 (ungenügende Berücksichtigung aussergewöhnlicher Risiken; Mängel in der Koordination innert der Institute), Jahresbericht 2008 der BaFin, S. 51 (CEBS fordert Puffer aus ständig liquidisierbaren Aktiva), S. 55 (Regelungen für das Liquiditätsrisiko-Management), Jahresbericht 2009 der BaFin, S. 50 f. (Standards für das das Liquiditätsrisiko-Management durch den Basler Ausschuss) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin, Kapitel “Internationales”, Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2013, S. 63 f. (Anforderungen an das Liquiditätsmanagement der Institute im Zuge von Basel-III).

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Liquiditätsplanung und Liquiditätsmanagement (cash planning, liquidity planning, liquidity management)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/liquiditatsplanung-und-liquiditatsmanagement-cash-planning-liquidity-planning-liquidity-management/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

7 Seitenaufrufe dieser Seite