German

Begriffserläuterungen aus der Finanzwelt im allgemeinen und aus der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) insonderheit sowie auch aus dem Bereich des Aufsichtsrechts und der Staats-Schuldenverwaltung, auf mehrfachen Wunsch ergänzt auch um etwelche, zum Verständnis der Zentralbankpolitik notwendige Grundbegriffe des Bank- und Börsenwesens, sowie ältere und neuere Ausdrücke, die sprachlich auf “Geld” Bezug nehmen, die Beschreibung einiger für die europäische und die weltweite geldpolitische Zusammenarbeit wichtiger Gremien und Foren sowie Hinweise auf entsprechende Fachartikel im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank und im Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie – durchwegs auf die Gegebenheiten und Rechtsverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland bezogen. Alphabetisch geordnet, mit den jeweiligen englischen Fachbegriffen, und erarbeitet hauptsächlich aufgrund offizieller Druckschriften. Über die Suchfunktion des Browsers sind auch viele Begriffe aufzufinden, denen kein eigenes Stichwort gewidmet ist.

  • Unkosten (costs; incidentals, unforeseen expenses) DE

    In der Wirtschaftslehre heute verpönter, jedoch im älteren Schrifttum sowie teilweise auch in der Umgangssprache noch sehr häufiger Ausdruck für Kosten. – Das Auftreten (occurence) ausserordentlich …

  • Unregelmässigkeiten-Meldepflicht (obligation to report irregular practices) DE

    In Deutschland müssen Versicherungen Unregelmässigkeiten ihrer Versicherungsvermittler und Innendienst-Mitarbeiter der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht melden. In der Liste der zu meldenden Tatbestände stehen Diebstahl, Betrug, Untreue, Unterschlagung …

  • Unschärfe, konstruktive (constructive vagueness) DE

    Begriff aus dem Sprachschatz der Zentralbank. Diese erklärt und begründet in diesem Falle zwar Massnahmen. Sie äussert sich aber nicht zu Einzelheiten, um den Marktteilnehmern keine …

  • Unsicherheit (uncertainty) DE

    Allgemein Zweifel in Bezug auf den Eintritt erwarteter Umstände; Ungewissheit (incertitude: doubt as a state of being unsure of something), Unklarheit (lack of clarity). – In …

  • Unsicherheit nach Knight DE

    Unsicherheit liegt nach der im Bericht verwendeten Abgrenzung vor, wenn sich für mögliche Ergebnisse keine verlässlichen Wahrscheinlichkeiten festlegen lassen. Sie unterscheidet sich damit vom Risiko, bei …

  • Unsicherheitsbedingte Portfolioumschichtung DE

    Eine unsicherheitsbedingte Portfolioumschichtung entsteht, wenn Anleger als riskant wahrgenommene Positionen verkaufen und Mittel in als sicher geltende Länder oder Vermögenswerte verlagern. Typische Folgen sind sinkende Kurse …

  • Unsicherheitsschock DE

    Ein Unsicherheitsschock ist ein unerwarteter sprunghafter Anstieg der gemessenen Unsicherheit. Seine gesamtwirtschaftlichen Wirkungen lassen sich nicht unmittelbar beobachten, sondern müssen in empirischen Modellen identifiziert werden. Der …

  • Unsumme (enormous sum) DE

    Von Finanzjournalisten häufig gesagt in Bezug auf einem sehr hohen Betrag (an exceedingly large quantity of money: scads); die Vorsilbe "Un-" wird hier nicht zur Verneinung, …

  • Unterauslastung (under-utilisation of capacities) DE

    Das Produktionspotential einer Volkswirtschaft liegt teilweise brach. Ob die Geldpolitik an diesem Zustand etwas ändern kann, ist allgemeingültig kaum zu beantworten, zumal die Ursachen einer Unterauslastung …

  • Unterbietung (underbidding) DE

    Beim Zinstenderverfahren - wie im Eurosystem seit 2000 eingeführt - die Tatsache, dass die von Banken abgegebenen Gebote gesamthaft den von der EZB vorgesehenen Zuteilungsbetrag unterschreiten. …