Unkosten (costs; incidentals, unforeseen expenses)
In der Wirtschaftslehre heute verpönter, jedoch im älteren Schrifttum sowie teilweise auch in der Umgangssprache noch sehr häufiger Ausdruck für Kosten. – Das Auftreten (occurence) ausserordentlich hoher, in diesem Ausmass nicht vorhergesehener Kosten. Die Vorsilbe “Un-” wird hier nicht zur Verneinung, sondern zur Steigerung (wie etwa bei Ungewitter, Unmenge, Unsumme, Unmass) gebraucht. – Umgangssprachlich oft gleichgesetzt mit Auslagen, nämlich Geld, das für bestimmte Zwecke verausgabt wird. – Ab etwa 2007 auch wieder zumeist von Finanzjournalisten im besonderen gesagt für – unvorhergesehene, unerwartete, – plötzlich und in der Regel zur Unzeit (mistimed, in the worst possible moment) auftretende und – in der Ausgabenplanung nicht eingestellte Aufwendungen eines Instituts. Beispiele für Unkosten in diesem Sinne sind Pressekonferenzen, Zeitungsinserate und persönliche Telefonate mit Käufern von Verbriefungspapieren sowie beruhigende Anschreiben an Kunden im Zuge der Subprime-Krise und der sich anschliessenden Finanzkrise. – Siehe Auslagen, Aufwendungen, Kosten, Myriade.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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