Unterbietung (underbidding)

Auch in: EN FR

Beim Zinstenderverfahren – wie im Eurosystem seit 2000 eingeführt – die Tatsache, dass die von Banken abgegebenen Gebote gesamthaft den von der EZB vorgesehenen Zuteilungsbetrag unterschreiten. Die Banken geraten dadurch in die Gefahr, am Ende der Mindestreserve-Erfüllungsperiode über zu wenig Liquidität zu verfügen. Sie müssen diesfalls die Spitzenrefinanzierungs-Fazilität der EZB in Anspruch nehmen. Dadurch aber wird der Tagesgeldsatz in die Höhe getrieben. – Siehe Tender, Überschuss-Liquidität, Zinstender, Zuteilungsverfahren, amerikanisches.

Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/

Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Unterbietung (underbidding)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/unterbietung-underbidding/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

3 Seitenaufrufe dieser Seite