Alle Personen, die innert einer Volkswirtschaft dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. – Für die Langzeitbetrachtung (long-term analysis) des Finanzmarktes ist die Höhe des Arbeitskräftepotentials vom Bedeutung und wird daher auch von den Zentralbanken vorausberechnet. In Bezug auf die Europäische Währungsunion zeigt sich demographiebedingt (owing to demographic developments) ein Rückgang des Arbeitskräftepotentials, trotz Massnahmen wie Schulzeitverkürzung (shorter schooling), verlängerter Lebensarbeitszeit (longer working life) und Netto-Zuwanderung (net immigration). Im Ergebnis wird der Faktor Arbeit relativ teurer und der Faktor Kapital relativ billiger; die Zinsen werde deshalb tendentiell sinken. – Freilich hängt die Entwicklung der Grenzproduktivitäten auch vom technischen Fortschritt ab. Begünstigt dieser vor allem den Produktionsfaktor Kapital und erhöht somit dessen Grenzproduktivität, dann sinken die Zinsen weniger stark. – Siehe Arbeitsnachfrage, Frauenarbeitsquote, Stellenanzeigen-Index, Wachstum-BeschäftigungZusammenhang. – Monatsbericht der EZB vom November 2013, S. 82 ff. (Erwerbsbeteiligung in der EWU seit 2000 nach mehreren Kriterien aufgeschlüsselt; ähnliche Verlaufsmuster in allen Staaten der EWU; viele Übersichten).
Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/
Passende Formel
Erwerbsquote
Die Beteiligung der Bevölkerung im Erwerbsalter am Arbeitsmarkt messen.
Variablen: E Erwerbstätige; U Arbeitslose; Berw Bevölkerung im Erwerbsalter.
Anwendung: Für Arbeitskräfteangebot, Demografie und internationale Vergleiche.