Arbeitskräftehortung liegt vor, wenn Unternehmen Beschäftigte trotz schwacher Produktion oder Auftragslage zunächst weiterbeschäftigen, statt den Personalbestand unmittelbar anzupassen. Im Bericht wird dieses Verhalten damit erklärt, dass Betriebe wegen des demografisch bedingten Fachkräftemangels befürchten, später nur schwer Ersatzpersonal zu finden. Dadurch kann die Beschäftigung kurzfristig stabil bleiben, obwohl das Bruttoinlandsprodukt stagniert. Zugleich kann der nicht voll ausgelastete Personaleinsatz die gemessene Arbeitsproduktivität vorübergehend belasten.
— Aktualisierung vom 21.08.2026: Arbeitskräftehortung bezeichnet das Festhalten von Unternehmen an Beschäftigten trotz einer schwachen Produktions- oder Auftragslage. Im Bericht wird der spätere Stellenabbau im Verarbeitenden Gewerbe als Entwicklung nach einer Phase des Labour Hoardings eingeordnet. Unternehmen bauten Beschäftigung dabei überwiegend über natürliche Fluktuation und zurückhaltende Neueinstellungen ab, nicht über umfangreiche betriebsbedingte Entlassungen. Arbeitskräftehortung kann daher vorübergehend verhindern, dass eine konjunkturelle Schwäche unmittelbar und vollständig in steigende Arbeitslosigkeit übergeht.
Quelle: http://www.gerhardmerk.de, Monatsbericht – August 2026 , 20.08.2026 , PDF-S. 104. https://www.gerhardmerk.de/Monatsbericht---August-2026.pdf.
Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht – Juni 2026 , 18.06.2026 , PDF-S. 88. https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/998608/referenceDoc/64e67324481c1983aed9dbd415327e5e.
Passende Formel
Erwerbsquote
Die Beteiligung der Bevölkerung im Erwerbsalter am Arbeitsmarkt messen.
Variablen: E Erwerbstätige; U Arbeitslose; Berw Bevölkerung im Erwerbsalter.
Anwendung: Für Arbeitskräfteangebot, Demografie und internationale Vergleiche.