Grossbanken haben in der Regel – geringere Stückkosten, weil sich die Fixkosten (capacity costs) auf eine grössere Outputmenge verteilen, – eine bessere Auslastung der Angebotskapazitäten (better utilisation of supply capacities), – ihr Risikomanagement ist besser (more prudent risk management), weil spezialisierte Kräfte die einzelnen Kreditrisiken besonders beurteilen können und – sie können sich billiger refinanzieren. Daher vermögen Grossbanken im Vergleich zu kleinen Instituten auch billigere Darlehn zu vergeben. – Ab einer gewissen Grösse jedoch schwinden diese Vorteile zunehmend; die Steuerung der Geschäfte wird schwerfällig und unübersichtlich; schematische Handlungsabläufe bestimmen immer mehr das Geschäftsgebaren, der Kontakt mit dem Kunden vor Ort verliert sich, die Anfälligkeit für einen Crash steigt. – Siehe Aktuar, Bankbetriebsgrösse, optimale, Behauptungs-Strategie, Downsizing, Gibrat-Regel, Gigabank, Grössenvertrauen, G-Sifi, Megamanie, Multi-Boutique-Ansatz, Penrose-Theorem, Rückkopplungs-Mechanismus, Subsidiaritätsprinzip, Too big to saveGrundsatz. – Vgl. Jahresbericht 2010 der BaFin, S. 123 f. (bisherige Anrechnungsvorteile für Grosskredite im Interinstitutsbereich fallen weg).
Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/