Gewerkschaften sehen Produktivität – ökonomisch missverständlich – zumeist nur als das Ergebnis von autonomen technischen Fortschritt und der Arbeitsleistung der (Bank)Mitarbeiter an. Daher verlangen sie jeweils “vollen Lohnausgleich” (no loss of pay, no wage reductions). – Steigt nun dadurch der Lohn über das Grenzprodukt der Arbeit (marginal product of labour: the change in output per unit change in labour) – ein Beschäftigter kostet die Bank mehr als das, was er an Ertrag, nämlich als in Geld zu bewertende Leistung erwirtschaftet -, so müssen die Banken rationalisieren, nämlich weitere Mitarbeiter durch intelligente Maschinen ersetzen. – Das aber erhöht die Beschäftigungs-Schwelle (employment threshold), nämlich jenen Punkt, ab welcher die Banken wieder Mitarbeiter einstellen. – Auch verlagern Banken als Reaktion auf diese “Produktivitäts-Peitsche” (productivity whip) oft – sogar hochwertige – Arbeitsplätze ins Ausland, etwa nach Indien. – Siehe Aufastung, Auslagerung, Disease Management, Downsizing, Globalisierung, finanzielle, Datei-Verwaltung, zentralisierte, Hilfsdienste, bankbezogene, Insourcing, Outsourcing-Risiken. – Vgl. auch Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2005, S. 23 (Zahl der Beschäftigten bei Banken in Deutschland, nach Institutsgruppen unterteilt), S. 36 (Personalaufwand seit 1997), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom September 2006, S. 45 ff. (Auswirkungen von Direktinvestitionen; lehrbuchmässige Darstellung mit Übersichten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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Passende Formel
Produktivität
Das mengenmäßige Verhältnis von Leistung und Faktoreinsatz messen.
Variablen: Output erzeugte Menge; Input eingesetzte Faktormenge.
Anwendung: Für Arbeits-, Maschinen- und Materialproduktivität.