Der Produktivitätsansatz bewertet die preisliche Wettbewerbsposition unter Berücksichtigung relativer Produktivitätsentwicklungen. Er trägt dem Umstand Rechnung, dass wirtschaftliche Aufholprozesse typischerweise sowohl überdurchschnittliche Produktivitätszuwächse als auch höhere Inflationsraten und eine reale Aufwertung hervorbringen. Eine solche Aufwertung muss nicht auf einen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit hindeuten, sondern kann Ausdruck realwirtschaftlicher Konvergenz sein. Der Ansatz eignet sich deshalb nach dem Bericht besonders für Transformations- und Aufholländer, bei denen eine rein preisbasierte Bewertung zu irreführenden Ergebnissen führen könnte.
Quelle: http://www.gerhardmerk.de, Monatsbericht – Februar 2026 , 19.02.2026 , PDF-S. 93. https://www.gerhardmerk.de/buba_pdf/bundesbank-monatsbericht-2026-02.pdf.