Wenn nicht anders definiert, so versteht man darunter die Tatsache, dass die Preise für Dienstleistungen in der Regel rascher steigen als die Preise für Waren. Zu Erklärung nennt man vor allem: – in einer alternden Gesellschaft steigt die Nachfrage für medizinische und pflegerische Leistungen rascher an als das Angebot, – die Produktivitätszuwächse (productivity gains) beim Sachkapital sind höher als bei den grundsätzlich von Personen zu erbringenden Dienstleistungen, – auf den Warenmärkten ist der Wettbewerb in der Regel wirksamer als im Dienstleistungssektor und – die weltwirtschaftliche Verflechtung ist im Warenverkehr bei weitem enger als im Dienstleistungsverkehr, was bei hohem Offenheitsgrad zum Preisdruck bei Waren führt. – Siehe Deflation, digitale, Dienstleistungen, nicht-marktbestimmte. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Januar 2009, S. 41 ff. (höhere Inflationsrate bei Dienstleistungen gegenüber Waren erklärt; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom März 2014, S. 64 ff. (Einfluss der Dienstleistungspreise auf den HVPI; Übersichten).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
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Passende Formel
Inflationsrate
Die prozentuale Veränderung eines Preisindex zwischen zwei Perioden bestimmen.
Variablen: π Inflationsrate in Prozent; P Preisindex.
Anwendung: Für Verbraucherpreisindex, BIP-Deflator und andere Preisindizes.