German

Begriffserläuterungen aus der Finanzwelt im allgemeinen und aus der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) insonderheit sowie auch aus dem Bereich des Aufsichtsrechts und der Staats-Schuldenverwaltung, auf mehrfachen Wunsch ergänzt auch um etwelche, zum Verständnis der Zentralbankpolitik notwendige Grundbegriffe des Bank- und Börsenwesens, sowie ältere und neuere Ausdrücke, die sprachlich auf “Geld” Bezug nehmen, die Beschreibung einiger für die europäische und die weltweite geldpolitische Zusammenarbeit wichtiger Gremien und Foren sowie Hinweise auf entsprechende Fachartikel im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank und im Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie – durchwegs auf die Gegebenheiten und Rechtsverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland bezogen. Alphabetisch geordnet, mit den jeweiligen englischen Fachbegriffen, und erarbeitet hauptsächlich aufgrund offizieller Druckschriften. Über die Suchfunktion des Browsers sind auch viele Begriffe aufzufinden, denen kein eigenes Stichwort gewidmet ist.

  • Kapitalwellen, internationale (capital ebbs and flows) DE

    Die statistisch belegte Tatsache, dass zusätzliches Geld für Investitionszwecke nicht gleichmässig über die Zeit weltweit verfügbar ist, sondern im Angebot - weniger auch in der Nachfrage- …

  • Kapitalwert (capitalised value) DE

    Wenn nicht anders definiert, die durch Abzinsung (discounting; Diskontierung) auf einen Bezugszeitpunkt hin errechneten Nettoerträge (Quasirenten; quasi rents) aus einer Investition. – Siehe Barwert, Ertragswert, Netto-Kapitalwert. …

  • Kapitalzuschlag (capital add-on) DE

    Die aufsichtsrechtlich im Zuge von Basel-II verfügte Bereitstellung zusätzlicher Eigenmittel einer Bank, um allfällige Risiken zu decken. – Nach Solvency-II der Anordnung der Aufsichtsbehörde, zusätzliche Eigenmittel …

  • Kaplaken und Kapplaken auch Primgeld (hat money) DE

    Besondere Zahlung des Befrachters an den Schiffskapitän, damit derselbe den Frachtstücken vorzugsweise Sorgfalt zuwende; siehe § 621 HGB. – Heute hie und da an Camion-Chauffeure (Camonieurs, …

  • Kappengeld auch Pirschgeld (cape money, stalk charge) DE

    Festgelegter (stipulated) oder nach freien Stücken (voluntarily) bemessene Summe, den eingeladene Teilnehmer einer Jagd an den Jagdherrn (owner of a hunting ground) als Veranstalter der Jagd …

  • Karat und auch Kirat (carat) DE

    Feinheitsbezeichnung bei Gold. Reines Gold nennt man 24karätig; in der älteren Literatur auch als Obryzum, Obrissum und Obrussum (obrussum: finest gold) bezeichnet. - Eine 22karätige Goldlegierung …

  • Karbatsch (gombeen-man, shylock) DE

    Ältere Bezeichnung für einen Kredithai: einen Geldverleiher, der Personen ein Darlehn ohne entsprechende Sicherheiten gewährt. - Im Englischen findet sich "Shylock" oft auch grossgeschrieben; es handelt …

  • Karenzzeit (abstinence time, deferred redemption period) DE

    Allgemein ein Zeitraum, der zusätzlich auf das Zahlungsziel eingeräumt wird, und nach dessen Ablauf erst das Inkasso vorgenommen wird. – Bei (Finanz)Verträgen eine Zeitspanne, die einen …

  • Kärnergeld (carriage fee) DE

    Frühere Zahlung an den Kärner (carter, coachman: Karrer, Kerner = Karrenfuhrmann, Kutscher; auch Heinzeler und Wagenmann genannt) für erbrachte Fuhrleistungen. – Siehe Fuhrgeld, Frachtgeld, Kaplaken, Mergelgeld. …

  • Karniergeld auch Lettergeld (record fee) DE

    In alten Dokumenten die Gebühr für die Ausfertigung einer Urkunde seitens einer Behörde. - Karnier (Behältnis, Ledertasche) = hier: Aktenablage. – Siehe Kanzleigeld. Achtung: Das Finanzlexikon …