Anlegerstreik (investor strike)

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Käufer halten sich mit dem Erwerb bestimmter Papiere zurück. – Der Begriff wurde besonders in Zusammenhang mit der Griechenland-Krise und der Irland-Krise häufig gebraucht. Denn obschon die Staatsanleihen beider Länder eine vergleichsweise hohe Rendite erzielten (denn deren Kurs war merklich gesunken), so blieb die Nachfrage nahezu ganz aus. Denn mögliche Käufer fürchteten, bei einer allfälligen Umschuldung dieser Staaten hohe Verluste; zumal auch in der Öffentlichkeit gefordert wurde, allgemein Besitzer von Staatsanleihen hinkünftig stärker an der Sanierung eines Landes zu beteiligen. – Siehe Moral Hazard, Stabilisierungsmechanismus, europäischer, Umverteilung, zentralbankbewirkte, Zwangswandelanleihe.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Anlegerstreik (investor strike)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/anlegerstreik-investor-strike/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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