Euroisierung (euroisation)

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Die Übernahme des EUR als Währungseinheit durch ein Land, das nicht zur Europäischen Währungsunion gehört. – Vorteile sind – die Übernahme einer stabilen Währung, – niedrigere Zinsen; denn je grösser ein Währungsraum, desto niedriger werden CETERIS PARIBUS die Zinsen sein, – kein WechselkursRisiko und – keine Gefahr spekulativer Attacken auf die Währung. – Nachteil ist, dass – der entsprechende Staat keine Stimme im EZB-Rat hat und – auf Notenbankgewinne (seigniorage; Seigniorage) verzichtet. – Wirtschaftssubjekte ausserhalb der Eurozone benutzen zur Zahlung und zu Anlagezwecken nicht die heimische Währung, sondern den EUR. Eine Euroisierung in diesem Sinne ist immer ein Zeichen dafür, dass die Wirtschaftssubjekte der eigenen Währung nicht vertrauen. Allein eine verlässliche Staatsführung und eine streng auf die Erhaltung der Masstabeigenschaft des Geldes ausgerichtete Politik Zentralbank vermögen die Euroisierung aufzuhalten bzw. umzukehren. Auch sehr hohe Strafandrohungen bewirken beim Fehlen dieser Voraussetzungen keine Rückkehr in die heimische Währung.– Siehe Beitritt, unilateraler, Dollarisierung, Nebenwährung, Parallelwährung. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom April 2006, S. 97 ff. (eingehende Darstellung; S. 108: Übersicht), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2008, S. 31 ff. (Vorteile und Nachteile der EWU für Deutschland).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Euroisierung (euroisation)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/euroisierung-euroisation/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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