Zu Jahresbeginn 2014 wurden zufolge zuverlässiger Schätzungen weltweit neunzig Prozent der Derivate und etwa dreissig Prozent der Aktien nicht über Börsen oder vergleichbaren markttransparenten Handelsplattformen umgesetzt. In diesen weithin undurchschaubaren Geschäften sieht man vielerlei Gefahren. Vor allem liegt hier ein Keim für Finanzkrisen. Denn weder die Anbieter, noch die Nachfrager noch die Aufsichtsbehörden sind angesichts der fehlenden Informationen in der Lage, das Geschehen auf diesen Märkten richtig einzuschätzen und wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Im Zuge der Neufassung der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente soll daher ab spätestens 2017 eine Pflicht zum Handel über OTFs für die EU verbindlich eingeführt werden. – Siehe Gegenpartei, zentrale, Kreditderivate, Marktfähigkeit, Marktmacher, Multilaterales Handelssystem. – Vgl Jahresbericht 2012 der EZB, S. 134 (EZB begrüsst diese marktstrukturelle Verbesserung), Jahresbericht 2012 der BaFin, S. 64 (die OTFs sollen weltweit denselben Vorschriften unterliegen wie MTFs) sowie den jeweiligen Jahresbericht der BaFin, Kapitel “Internationales”.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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