German
Begriffserläuterungen aus der Finanzwelt im allgemeinen und aus der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) insonderheit sowie auch aus dem Bereich des Aufsichtsrechts und der Staats-Schuldenverwaltung, auf mehrfachen Wunsch ergänzt auch um etwelche, zum Verständnis der Zentralbankpolitik notwendige Grundbegriffe des Bank- und Börsenwesens, sowie ältere und neuere Ausdrücke, die sprachlich auf “Geld” Bezug nehmen, die Beschreibung einiger für die europäische und die weltweite geldpolitische Zusammenarbeit wichtiger Gremien und Foren sowie Hinweise auf entsprechende Fachartikel im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank und im Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie – durchwegs auf die Gegebenheiten und Rechtsverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland bezogen. Alphabetisch geordnet, mit den jeweiligen englischen Fachbegriffen, und erarbeitet hauptsächlich aufgrund offizieller Druckschriften. Über die Suchfunktion des Browsers sind auch viele Begriffe aufzufinden, denen kein eigenes Stichwort gewidmet ist.
- Informations-Aufschub (information deferment) DE
Unangenehme Tatsachen wie vor allem Verluste werden nicht zeitnah publiziert. Weil aber schlechte Nachrichten in jedem Falle - über unmittelbar beteiligte Geschäftspartner, über Insider, durch das …
- Informations-Sicherung (information security) DE
Die IT-Risiken sind bei Instituten und bei vielen Unternehmen - etwa einem Filialisten im Einzelhandel (CH: Detailhandel; retail trade) mit zentralem Kassensystem; aber auch bei Banken …
- Informations-Überladung und Informationsüberladung sowie Informationsüberfrachtung (information overload) DE
Tadel ausdrückende Bezeichnung für den Umstand, dass Regelersteller in bester Absicht (for the best) immer mehr Informationen in Berichten, Jahresabschlüssen, Quartalsberichten, Ad-hoc-Mitteilungen, Aktionärsbriefen usw. verlangen. Geschäftsberichte …
- Informationsblätter für Finanzinstrumente (information sheets with regard to financial instruments) DE
Die 2011 eingeführte Pflicht eines Instituts, Privatkunden vor dem Geschäftsabschluss ein kurzes, leicht verständliches Dokument mit umfassender Beschreibung des Produktes auszuhändigen. – Siehe Anleger-Informationen, wesentliche, Aufklärungspflicht, …
- Informationseffizienz, strenge (pure information effiency) DE
Wenn nicht anders definiert die Tatsache, dass auf dem Finanzmarkt Meldungen aller Art - wie Erhöhung des Leitzinssatzes der Zentralbank, Gewinnwarnung einer Aktiengesellschaft, Zahlungsbilanzkrise eines Staates …
- Informationsfreiheitsgesetz, IFG (German freedom of information act) DE
Anfang 2006 in Kraft getretenes Gesetz, das jedermann gegenüber den Behörden den Bundes einen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen zusichert. Freilich sind so viele AusnahmeRegelungen …
- Informationslücke (information gap) DE
In Bezug auf den Finanzmarkt der Umstand, dass den Marktteilnehmern und vor allem den Aufsichtsbehörden wesentliche Angaben über die Ausgestaltung der Geschäfte und/oder über getätigte Umsätze …
- Informationspflicht (information requirements) DE
Auf dem Finanzmarkt allgemein die gesetzlich vorgeschriebene oder durch Weisungen der Aufsichtsbehörde angeordnete Aufklärungspflicht des jeweiligen Anbieters. Darüber hinaus erkannte die Rechtsprechung auch eine sog. "spontane …
- Infrangiblität (infrangibility, infrangibleness) DE
In der älteren Literatur eine häufig aufgestellte Anforderung an Münzen. Diese sollten sich durch Unzerbrechlichkeit (not capable of being broken) auszeichnen. Geldstücke aus dünn gewalztem Metall …
- Infrastructure Providing (so auch im Deutschen gesagt) DE
Die Beschaffung von Informationstechnik (IT) und Dienstleistungen beim Betrieb der IT-Systeme eines Unternehmens. - Für Finanzdienstleister rückte das Infrastructure-Providing mit der Verbreitung des Internets ab etwa …