Akzelerator, finanzieller (financial accelerator)

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Wenn die Zentralbank die Geldmenge vermehrt und der Zinssatz dadurch sinkt, dann weiten CETERIS PARIBUS (unter anderem: bei positiven Erwartungen) Investoren und der Staat die Nachfrage aus. – Mehr Aufträge gelangen zu vorgelagerten Anbietern; – deren Selbstfinanzierungskraft (self-financing capabilities) und damit ihre Kreditwürdigkeit (Borgkraft) steigt. – Es kommt so zu einer Verstärkung konjunktureller Ausschläge. – Da es aber in der Rezession mehr finanziell beschränkte Unternehmen gibt als in der Hochkonjunktur, so wirkt dieser finanzielle Akzelerator in der Abschwungsphase (economic downturn) in der Regel stärker als in Phasen der Hochkonjunktur. – Siehe Baisse, zyklische, Insolvenzfälle, KreditbeschränkungsKarussell, Werte, zyklische. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank von Juli 2002, S. 47 f., Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom März 2005, S. 16 ff. (mit empirischen Untersuchungen).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Akzelerator, finanzieller (financial accelerator)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/akzelerator-finanzieller-financial-accelerator/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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