Der Marktwert aller an der Börse notierten Unternehmen einer Volkswirtschaft sollte dem Wiederbeschaffungswert entsprechen (the combined market value of all the companies on the stock market should be about equal to their replacement costs. Tobin’s Q ratio is calculated by dividing the market value of assets by their replacement value). – In Bezug auf ein Unternehmen das Verhältnis von Marktwert der Gesellschaft zu den Wiederbeschaffungskosten aller firmeneigenen Vermögensgegenstände. Ist diese Kennzahl grösser als eins, so bedeutet dies, dass die Firma an der Börse teurer gehandelt wird als das Total ihrer Vermögenswerte. Ein solcher Mehrwert kann dadurch erklärt werden, dass ein Unternehmen höhere Erträge erwirtschaftet, als dies aufgrund der vorhandenen Vermögenswerte anzunehmen ist. Auch entsprechende Erwartungen in Bezug auf das Unternehmen können den Mehrwert begründen. – Falls diese Kennzahl jedoch kleiner als eins ist, dann ist das Unternehmen an der Börse offenbar unter Wert vertreten: der Marktwert ist geringer als die sich im Besitz des Unternehmens befindlichen Vermögenswerte. – Die grosse Schwierigkeit im Umgang mit diesen Verhältniszahlen liegt in der entsprechenden Bewertung der Vermögensgegenstände. So bezifferte sich beispielsweise der Unterschied in der Bewertung zwischen IFRS und GAAP bei der Deutschen Bank AG im Jahr 2009 auf gut 300 Mia EUR. Bis nicht bei sämtlichen Bewertungen streng ein einheitlicher Masstab zugrunde gelegt wird, solange taugt Tobins Q für die Praxis – und damit auch für Anlageentscheidungen – verhältnismässig wenig.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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