Wenn die Inflation steigt, dann sinken die Reallöhne (real income: Nominallohn minus Preisanstieg). Die Unternehmen fragen daher zusätzliche Arbeitskräfte nach, was die Beschäftigung erhöht. Inflation führt daher zu mehr Beschäftigung. – Diese Folgerung ist jedoch nachweislich falsch. Denn – die Unternehmen lassen sich durch eine höhere Inflationsrate nicht überraschen, schon wegen steigender Menükosten. – Die Gewerkschaften können unter dem Druck ihrer Mitglieder inflationsbedingte Einkommensverluste (inflation-caused loss of income) kaum lang hinnehmen; und sie werden sehr rasch höhere – wie die Erfahrung gelehrt hat: überkompensierende, nämlich den Inflationsfortschritt im voraus schon einbeziehende – Tarifabschlüsse (collective agreements) durchsetzen. – Siehe Arbeitslosenquote, inflationsstabile, Disinflation, Geldüberversorgung, Immobilienblase, Inflation, Inflations-Ausgleich, KaufkraftTheorie, Lohn-Preis-Spirale, Menükosten, Niedrigzinspolitik, Nullzins, Nominalwertprinzip, Opferverhältniszahl, Wachstum-Beschäftigung-Zusammenhang, Zweitrunden-Effekte. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Juni 2011, S. 12 ff. (Beurteilung der Inflation seit 1999 anhand einer Philipps-Kurve), Monatsbericht der EZB vom November 2013, S. 102 ff. (Zusammenhang zwischen Unterauslastung und Inflation), Monatsbericht der >Deutschen Bundesbank vom April 2014, S. 21 (HVPI und Arbeitslosigkeit; HVPI und Produktionslükke; Übersichten; Literaturhinweise).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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