Eine Ware oder Dienstleistung, die – allen Menschen eines gesellschaftlichen Verbunds zur Verfügung steht,– wobei es jedoch bei der Nutzung durch eine Person zu keiner Beeinträchtigung anderer kommt; es findet also kein Kampf um den Vorrang (rivalry in consumption) statt. Als Beispiel werden oft Rechtssicherheit (legal security), Hochwasserschutz (flood protection) und Verkehrsadern (traffic arteries, transportation routes) genannt. – Als öffentliches Gut gilt auch das Finanzsystem als ein Bündel miteinander vermaschter, dicht verknoteter und vielfach verwobener Dienstleistungen. Die Finanzstabilität als das reibungslose Funktionieren des Finanzsystems ist in der heutigen Gesellschaft mindestens ebenso wichtig wie ein störungsfrei Ablaufen des Verkehrssystem, Gesundheitssystem, Kommunikations- und Informationssystem, Rechtssystem oder Bildungssystem. Ja es wird zurecht darauf hingewiesen, dass ein wohlgeordnetes Finanzsystem die Voraussetzung für den geregelten Ablauf in sämtlichen anderen Sozialsystemen sei. Der Grund liegt darin, dass bei Störungen im Finanzsystem in der Regel auch die Masstabeigenschaft des Geldes beeinträchtigt wird. Das Geld aber wird als Nenner aller in diesen Systemen zu rechnenden Preise und Werte verwendet. – Siehe Geldfunktionen, Dienstleistungen, nicht-marktbestimmte, Money-matters-Theorem.
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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