Stempelgeld (paper fee; dole money; expired money)

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Papiermacher brachten früher häufig mürbes (crumbly), schlecht geleimtes (careless glued) Papier in den Verkehr, auf dem Geschriebenes nach kurzer Zeit oft völlig ausblich. Um die Rechtssicherheit in Bezug auf Dokumente zu gewährleisten, so sahen sich die Obrigkeiten nicht zuletzt auf Druck der Kaufmannschaft genötigt, Papier von Mühlen mit behördlicher festgestellter Qualität besonders zu kennzeichnen. Dafür mussten die Verwender dieser Bogen eine entsprechend bemessene Abgabe zahlen, aus der sich nach und nach das Stempelgeld als eine Finanzquelle für den Staat herausbildete. – Öffentliche, regelmässige Zahlung an Arbeitslose (money that is given regularly by the government to persons who are unemployed). Die Bezeichnung kommt daher, dass früher jeder Arbeitslose einen Ausweis in Form einer Karte erhielt. Mit dieser ging er regelmässig zum Arbeitsamt (employment agency); er erhielt mit dem ausbezahlten Geld einen Stempel in die Karte. – Nach der Freigeldtheorie soll jeder Geldschein in bestimmten zeitlichen Abständen seine Gültigkeit verlieren. Er muss dann mit einem kostenpflichtigen Stempel wieder neu begültigt werden. – Siehe Geldabschaffung, Gebühr, Regionalgeld, Schwundgeld, Unfruchtbarkeits-Theorie.

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Stempelgeld (paper fee; dole money; expired money)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/stempelgeld-paper-fee-dole-money-expired-money/ (Stand: 15.10.2022).

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