Zahlungssystem (financial interchange system)

Wenn nicht anders definiert, so versteht man darunter alle Einrichtungen in einem Land, in einem Währungsraum oder in der Welt gesamthaft, welche der Übertragung von Geld zwischen Wirtschaftseinheiten dienen. – Das Zahlungssystem ist ein Kollektivgut. Die Zentralbank hat die Aufgabe, seinen glatten Ablauf (smooth running) zu gewährleisten. Das schliesst ein, dass sie in Krisenlagen soviel an Liquidität bereitstellen muss, um den reibungslosen Zahlungsverkehr zu sichern. Denn wird das Zahlungssystem aus irgend einem Grund gestört, dann wird der Güteraustausch sofort betroffen; und eine solche krisenhafte Lage schlägt erfahrungsgemäss sehr rasch durch (would have a direct impact on) vor allem auf die Investitionen und damit auch auf die Beschäftigung, und von da wieder auf die Erwartungen. – Siehe Finanzstabilität, Intratageskredit, Quantitative Easing, TARGET, Zahlung, Zahlungsverkehrssystem. – Vgl. Jahresbericht 2011 der EZB, S. 138 ff. (laufende Massnahmen zur Überwachung) sowie den jeweiligen Jahresbericht der EZB, Kapitel 3, Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2012, S. 47 ff. (ausführliche Darstellung des Zahlungsverkehrs im Eurogebiet; Übersichten; Literaturhinweise).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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