Greshamsches Gesetz (Gresham’s law)

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Die Erfahrungstatsache (experimental fact), dass schlechtes Geld das gute Geld verdrängt. – In einer Doppelwährung (double standard: Münzen aus Gold und Silber sind gesetzliches Zahlungsmittel) verschwinden die Goldmünzen aus dem Verkehr und werden zu Sparzwecken gehortet. – In einer gemischten Währung (mixed currency: Münzen aus Edelmetall und Papiergeld sind gesetzliche Zahlungsmittel) verdrängt das Papiergeld die Münzen. – Zeigt sich in Grenzregionen eine Nebenwährung (parallel currency: sowohl das heimische Geld als auch das Geld der Nachbarregion wird im Verkehr als Zahlungsmittel angenommen), so verwendet man zum Bezahlen nur noch das als schlechter, das als weniger kaufkräftig eingeschätzte Geld. – Das Greshamsche Gesetz – so benannt nach dem Engländer Thomas Gresham [1519-1579] – bestätigt die allgemein zu beobachtende Tatsache, dass jedes Gut – hier: das Geld – in die Verwendung mit dem höchsten Nutzen (maximum yield; höchstem Ertrag) wandert. – Siehe Anti-Greshamsches Gesetz, Bimetallismus, Währung, hinkende.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Greshamsches Gesetz (Gresham’s law)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/greshamsches-gesetz-greshams-law/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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