German
Begriffserläuterungen aus der Finanzwelt im allgemeinen und aus der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) insonderheit sowie auch aus dem Bereich des Aufsichtsrechts und der Staats-Schuldenverwaltung, auf mehrfachen Wunsch ergänzt auch um etwelche, zum Verständnis der Zentralbankpolitik notwendige Grundbegriffe des Bank- und Börsenwesens, sowie ältere und neuere Ausdrücke, die sprachlich auf “Geld” Bezug nehmen, die Beschreibung einiger für die europäische und die weltweite geldpolitische Zusammenarbeit wichtiger Gremien und Foren sowie Hinweise auf entsprechende Fachartikel im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank und im Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie – durchwegs auf die Gegebenheiten und Rechtsverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland bezogen. Alphabetisch geordnet, mit den jeweiligen englischen Fachbegriffen, und erarbeitet hauptsächlich aufgrund offizieller Druckschriften. Über die Suchfunktion des Browsers sind auch viele Begriffe aufzufinden, denen kein eigenes Stichwort gewidmet ist.
- Gläubiger früher auch häufig Kreditor (creditor) DE
Jemand, der eine Forderung gegen eine Person, ein Unternehmen oder eine öffentliche Stelle zu Buche stehen hat (one to whom money or its equivalent is owed). …
- Gläubiger, chirographischer und Buchgläubiger (chirographic creditor) DE
Wer ein Darlehn einem Schuldner ohne Sicherheit gewährt (a creditor who does not benefit of any security on any specific asset given as collateral). Achtung: Das …
- Gläubiger, nachrangige (junior creditors) DE
Zu nachrangigen Verbindlichkeiten zählen alle Schulden, die im Falle der Insolvenz erst nach Befriedigung sämtlicher Gläubiger bedient werden. - Grundsätzlich besteht ein besonderer Anreiz zur Risikoüberwachung …
- Gläubigervorrang (precedence of creditors) DE
Wenn nicht anders definiert, so meint man damit im Eurogebiet die Pflicht der Gläubiger, sich beim Bankrott einer Bank an dem Verlust zu beteiligen, ehe dieser …
- Glaubwürdigkeits-Paradoxon (paradox of credibility) DE
Um 2005 in Zusammenhang mit der Geldpolitik aufgekommene Bezeichnung für die Tatsache, dass dann, – wenn eine Zentralbank im Zuge einer glaubwürdigen Geldpolitik (credible monetary policy) …
- Gleichengeld (topping-out payment) DE
Früher ein Trinkgeld an die am Bau eines Hauses beteiligten Handwerker anlässlich des Gleichenfestes (Richtfestes; topping-out ceremony); gleichen = hier: das Dachgebälk in bündigen, ebenen, ausgeglichenen …
- Gleiches Geschäft – Gleiche Regel-Grundsatz (same business, same rules principle) DE
Aufsichtliche Leitlinie, dass unabhängig von der rechtlichen Form jeder Akteur auf dem Finanzmarkt in gleicher Weise überwacht werden muss. Im besonderen geht es darum, dass bis …
- Gleichgewicht, aussenwirtschaftliches (external equilibrium) DE
Ein Zustand, bei dem über zwei, drei Jahre hinweg gesehen ein Land soviel aus Ausfuhren erlöst, wie es an Einfuhren zahlen muss (a situation in which …
- Gleichgewichtsmodelle, dynamisch-stochastische (dynamic stochastic general equilibrium models, DSGE-models) DE
Sprachlich unschöne Bezeichnung für – Annahmen über die Zusammenhänge wirtschaftlicher Variabler, im Zuge derer – im besonderen auf die Erwartungen der Marktteilnehmer abgestellt wird. - Man …
- Gleichlauf-Problem (problem of synchronous run) DE
In Bezug auf den Finanzmarkt gesagt, wenn – bei sämtlichen Anlageklassen, von Rohstoffen über Aktien bis hin zu Unternehmensanleihen, – über eine längere Zeit (happening at …