German

Begriffserläuterungen aus der Finanzwelt im allgemeinen und aus der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) insonderheit sowie auch aus dem Bereich des Aufsichtsrechts und der Staats-Schuldenverwaltung, auf mehrfachen Wunsch ergänzt auch um etwelche, zum Verständnis der Zentralbankpolitik notwendige Grundbegriffe des Bank- und Börsenwesens, sowie ältere und neuere Ausdrücke, die sprachlich auf “Geld” Bezug nehmen, die Beschreibung einiger für die europäische und die weltweite geldpolitische Zusammenarbeit wichtiger Gremien und Foren sowie Hinweise auf entsprechende Fachartikel im Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, im Monatsbericht der Europäischen Zentralbank und im Jahresbericht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie – durchwegs auf die Gegebenheiten und Rechtsverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland bezogen. Alphabetisch geordnet, mit den jeweiligen englischen Fachbegriffen, und erarbeitet hauptsächlich aufgrund offizieller Druckschriften. Über die Suchfunktion des Browsers sind auch viele Begriffe aufzufinden, denen kein eigenes Stichwort gewidmet ist.

  • Lamfalussy-Verfahren (Lamfalussy process) DE

    Nach seinem Vorsitzenden, dem belgischen Baron Alexandre Lamfalussy benannter und von den Regierungen der EU im November 2000 eingerichteter Vierstufen-Plan mit dem Ziel einer Rechtsangleichung auf …

  • Lamfalussy-Vorschlag (Lamfalussy recommendation) DE

    Von der - im November 2000 von den EU-Regierungen eingesetzten - Arbeitsgruppe unter Leitung des ehemaligen Präsidenten des Europäischen Währungsinstituts, Baron Alexandre Lamfalussy erarbeiteter Plan einer …

  • Länder-Bonitätsskala (international state rating) DE

    Weltweit viel beachtete, auf Befragungen in der Finanzwelt sich gründende Einstufung der Staaten der Erde hinsichtlich ihrer Kreditwürdigkeit durch das amerikanische "Institutional Investor Magazine". Im Jahr …

  • Länder-Bonus (national bonus) DE

    Von den Rating-Agenturen im Zuge der auf die Subprime-Krise 2007 folgenden Finanzkrise an vordere Stelle gerückter Beurteilungsmasstab, bei dem die ökonomische Kraft des Heimatlandes einer Emission …

  • Länderfonds (country-specific fund) DE

    Vermögen einer Kapitalverwaltungsgesellschaft, dessen Portefeuille auf – ein einziges Land, etwa auf die Schweiz, oder – auf ein Währungsgebiet wie die Eurozone ausgerichtet ist. – Siehe …

  • Länderrisiko (country risk, international risk) DE

    Form des operationellen Risikos einer Bank, die auch nennenswert im Ausland tätig ist. In erster Linie ist hierbei ein politisches Risiko und ein Transferrisiko angesprochen. Da …

  • Landesbank (Land bank) DE

    In Deutschland ehemals Spitzeninstitut der Sparkassen mit öffentlich-rechtlichem Charakter; in den Statistiken der Bundesbank bis 1998 Girozentrale (giro centre) genannt. Von der Europäischen Kommission als wettbewerbsverzerrend …

  • Landesgeld (domestic currency) DE

    In alten Dokumenten die Bezeichnung für Münzen, die als offizielles Zahlungsmittel im jeweiligen Staatsgebiet anerkannt waren und in Zahlung genommen wurden. – Siehe Nasarinchen, Pezzi. Achtung: …

  • Landeskulturkredit (internal colonisation credit) DE

    Darlehn für die heimische Agrarwirtschaft (agrarian economy). – Siehe Ernte-Unterstützungskredit, Inventarkredit, Landeskulturrentenbanken, Landschaft, Meliorationskredit, Papiere, grüne. Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die …

  • Landeskulturrentenbanken (agricultural loan and irrigation banks) DE

    In deutschen Teilstaaten - Preussen, Sachsen, Hessen - nach 1850 gegründete staatliche Institute mit der Aufgabe, durch zinsgünstige Darlehn an die Landwirtschaft diesen Wirtschaftszweig zu fördern. …