Sicherheiten (collateral[s])

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In der Bankpraxis: anerkannte Unterlegung für gewährte Kredite (an asset or third-party commitment that is accepted by the collateral taker to secure an obligation of the collateral provider vis-à-vis the collateral taker); in diesem Sinne grob gesprochen die Mehrzahlform von Sicherheit. – Vermögenswerte, die Kreditinstitute zur Besicherung von kurzfristigen Liquiditätskrediten der Zentralbank als Pfand bei dieser hinterlegen sowie Vermögenswerte, welche die EZB von Kreditinstituten im Zuge liquiditätszuführenden Pensionsgeschäften ankauft (assets which can be used as collateral in order to obtain credit from the ECB), auch refinanzierungsfähige Sicherheiten (eligible collateral, eligible assets) genannt. – Mit Jahresbeginn 2007 wurde bei der EZB ein einheitliches Sicherheiten-Register eingeführt, das die bis dahin aus der Kategorie-1Sicherheiten und Kategorie-2-Sicherheiten bestehenden beiden Kategorien ersetzte. – Zur Beurteilung der Bonität der bei der EZB eingereichten Sicherheiten legt diese im Regelfall ein eigenes Verfahren zugrunde, das Rahmenwerk für die Bonitätsbeurteilungen im Eurosystem. – Zu Jahresbeginn 2013 umfasste die Liste notenbankfähiger Sicherheiten bei der EZB rund 40’000 Positionen. Angesichts schwer durchschaubarer Merkmale scheint kaum noch jemand genau zu überblicken, wie sicher diese Papiere jeweils sind, und ob sie so eingestuft werden, wie es ihrem Ausfallrisiko entspricht. – Siehe Beleihbarkeit, Blankokredit, Covenant, Covered Bonds, Finanzsicherheiten, General Collateral-Repos, ImmobilienSicherheiten, IRB-Ansatz, Kategorie-1-Sicherheit, Notenbankfähigkeit, Pfand, Rahmenwerk für die Bonitätsbeurteilungen, Rating, Repomarkt, Short-Term European Papers, Sicherheit, Sicherheiten, marktfähige, Sicherheitsverzeichnis, einheitliches, Umverteilung, zentralbankbewirkte, Unterpfand. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2001, S. 22 (Aufzählung der Sicherheiten nach Basel-II), Monatsbericht der EZB vom April 2001, S. 55 ff. (Übersicht S. 60, Darstellung der Politik auch anderer Zentralbanken S. 68 f.), Monatsbericht der EZB vom Mai 2004, S. 81 f. (Ausschluss-Bestimmung: S. 82), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juli 2004, S. 40 f. (EU-Richtlinie über Finanzsicherheiten), Monatsbericht der EZB vom Februar 2006, S. 92 (Gebrauch staatlicher Schuldtitel zur Besicherung von Kreditgeschäften bei der EZB), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom April 2006, S. 31 ff. (Schaffung eines einheitlichen Verzeichnisses für zentralbankfähige Sicherheiten im Euroraum), S. 36: Zulassungskriterien (Übersicht), S. 39: Bonitätsklassen (Übersicht), sowie S. 81 ff., lehrbuchmässige Darstellung), Jahresbericht 2006 der BaFin, S. 39 (neuere aufsichtsrechtliche Entwicklung in Bezug auf Versicherungen), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2007, S. 93 ff. (Vergleich der Regelungen für Sicherheiten bei der EZB mit USA und Japan; viele Übersichten), Jahresbericht 2008 der EZB, S. 117 f., S. 121 ff. (Ausweitung des Verzeichnisses notenbankfähiger Sicherheiten während der Finanzkrise; Übersichten), Jahresbericht 2009 der EZB, S. 113 f. (Ankauf gedeckter Schuldverschreibungen durch die EZB), Jahresbericht 2011 der EZB, S. 92 (Aufschlüsselung der bei der EZB hinterlegten Sicherheiten seit 2006; erweiterter Katalog der Sicherheiten), Monatsbericht der EZB vom Februar 2012, S. 33 f. (Ausweitung des Verzeichnisses notenbankfähiger Sicherheiten im EZB-Rat durchgesetzt).

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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Sicherheiten (collateral[s])“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/sicherheiten-collaterals/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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