Kulisse (curb market; street market)

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An Börsen die Gesamtheit der Wertpapierhändler (auch Kulissiers [unofficial dealer] und Kulisseure genannt), die berufsmässig im freien Verkehr für eigene Rechnung oder für Auftraggeber Geschäfte abschliessen. – In Deutschland unterliegen auch Kulissiers der Kontrolle durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie müssen demgemäss alle Aufträge zum Kauf und zum Verkauf in ihr Buch (order-book; Makler-Skontro) eintragen. – Bankenvertreter (Effektenhändler), die im Auftrag ihres Instituts handeln, werden nicht der Kulisse beigezählt. – In anderer Bedeutung an der Börse viele kleine Spekulanten, die weder im Stande sind, die verkauften Wertpapiere zu liefern, noch die gekauften zu beziehen und zu bezahlen. Es handelt sich um reine Differenzgeschäfte. Solche Kulissiers – in der älteren Literatur auch Stockjobber genannt – pflegen heute ihre Abschlüsse vorwiegend nach Börsenschluss über Telephon oder das Internet zu tätigen. – Siehe Agiotage, Börsenmakler, Börsianer, Daytrading, Option, Spekulation.

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Kulisse (curb market; street market)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/kulisse-curb-market-street-market/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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