Die Sendung von Geld durch Migranten (itinerant workers; Gastarbeiter; emigrants; Auswanderer) an die Familien oder andere Stellen ihres Herkunftslandes. – Weltweit wurden nach Berechnungen der Weltbank im Jahr 2005 etwa 345 Mia USD auf diese Weise transferiert; statistisch in den Zahlungsbilanzen erfasst sind 232 Mia USD. In einigen Staaten machen Heimatüberweisungen einen beachtlichen Teil am Volkseinkommen aus; für Haiti betrug der Anteil 2008 ungefähr siebzehn Prozent, für Somalia wurden für das Jahr 2009 fast vierzig Prozent angegeben. – Weil die EmpfängerFamilien beim Umtausch zuhause durch die Banken bzw. auftrags der Regierung durch die Zentralbank übervorteilt wurden – im ehemaligen Jugoslawien verloren die Empfänger fast die Hälfte des Wertes des ihnen von Angehörigen geschickten Geldes; diese Summen flossen den Regierenden zu -, bildeten sich bis heute vielfältige, im einzelnen schwer durchschaubare Formen des Transfers heraus. – Siehe Geldwäsche, Ghettobanking, Geldtransfer-Vermittler, Hawala, Parallel Banking, Remittance Services, Schattenbankbereich, Underground Banking, Winkelmakler. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Februar 2007, S. 95 ff. (ausführliche Darstellung; wichtige Definitionen; Übersichten).
Achtung: Das Finanzlexikon ist urheberrechtlich geschützt und darf ohne die ausdrückliche Einwilligung lediglich zum privaten Gebrauch benutzt werden!
Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
E-Mail-Anschrift: info@jung-stilling-gesellschaft.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Ernst_Merk
https://www.jung-stilling-gesellschaft.de/merk/
https://www.gerhardmerk.de/