Ein Kreditinstitut, das mit einem Unternehmen eine dauerhafte Geschäftsbeziehung (long-lasting business relationship) eingeht, die – auf tiefgreifenden, umfassenden Informationsaustausch gründet und – das Unternehmen vor Liquiditätsengpässen (liquidity shortages) und starken Schwankungen (Oszillationen; oscillations: vibrations above and below a mean value) in den Finanzierungskosten absichert. Empirisch nachgewiesen ist für Deutschland, dass Unternehmen mit einer Hausbankbeziehung im Vergleich zu anderen Firmen geringere Kreditzinsen zahlen. – Nur in Deutschland, Österreich und Japan ist derzeit das Hausbankverhältnis verbreitet. Wegen seiner Vorteile fand es besonders seit etwa 2000 auch in anderen Ländern starke Beachtung; und ihm wird allgemein eine weltweite Ausweitung vorhergesagt. – Siehe Beziehungsbankgeschäft, Beziehungsmanagement, Branchen, standortgebundene, Clubbing, Finanzierungsprämie, externe, Asset-Backed Securities-Collateralised Debt Obligation, Konzentrationsrisiken, Kreditdiversifizierung, Kundennähe, Multisourcing, Negativauslese. – Vgl. Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Juni 2006, S. 38 f. (Gefahren des Relationship Banking), Monatsbericht der EZB vom August 2009, S. 104 f. (Hausbanken schirmen Kunden in Krisenzeiten ab), Monatsbericht der Deutschen Bundesbank vom Januar 2012, S. 22 f (Bedeutung der Hausbankbeziehung für KMUs).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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