Allgemein alle durch einen Vermögenswert besicherten, handelbaren Titel (tradeable commercial papers which are backed by assets of the issuer). – Im besonderen Schuldtitel, die durch Zahlungen aus einem Portfolio besichert sind, in dem viel einzelne Forderungen zu einem Pool zusammengefasst sind. Ende des Jahres 2007, noch ehe die Subprime-Krise sich zu einer Finanzkrise ausweitete, waren weltweit Papiere dieser Art im Wert von ungefähr 450 Milliarden EUR im Portfolio der Anleger (investors: Banken, Fonds, Versicherungen, weniger auch Privathaushalte); davon wurden achtzig Prozent als toxische Papiere, als Nonvaleurs eingeschätzt. Diese mussten in einigen Ländern vom Staat übernommen werden, um die Bankbilanzen wieder ins Gleichgewicht zu bringen. – Der Schock bewirkte, dass – die Beurteilung neuer Verbriefungspapiere bei den Nachfragern fortan sehr genau und kritisch vorgenommen wurde, und dass man sich auf Benotungen von Rating-Agenturen nicht mehr blindlings verliess. – Andererseits wurden die Anbieter, also die Emittenten entsprechender Papiere gezwungen, ein Höchstmass an Informationen über verbriefte Forderungen bereitzustellen. Es galt, die Komplexität (complexity: the state of being intricate and difficult to see through)der Produkte – es wurde von Pools berichtet, die auf über 200 Druckseiten in schwer verständlicher Juristensprache näher erläutert waren! – merklich zu verringern. – Manchmal auch im besonderen gesagt von Katastrophen-Anleihen, die Rückversicherer im Wege der Retrozession im Form einer Privatplazierung ausgeben. – Siehe ABS-Fonds, Absenzkapitalismus, Aktiva, illiquide, Asset Backed Commercial Papers, Asset-Backed Securities, Asset-Backed Securities-Collateralised Debt Obligation, Assignaten, Aufprallträger, Ausserbörslich, Automobil-Darlehn, verbriefte, Back-toOriginator-Postulat, Collateralised Bond Obligations, Claw-back-Klausel, Collateralised Debt Obligations, Collateralised Loan Obligations, Conduit, Defeasance, Diamond-These, Einzel-Originator-Verbriefung, Embedded-Value Verbriefung, Entwicklungsverfahren, iteratives, Erstverlust-Tranche, Katastrophen-Anleihen, Krediterweiterung, Kreditkarten-Fiasko, Kreditverbriefung, Moral Hazard, Pay-Green-Initiative, Residential Mortgage Backed Securities, Retrozession, Single Master Liquidity Conduit, Schuldendeckungsquote, Subprime-Krise, Tranchendicke, True-Sale-Verbriefung, Wohnungsbaukredite, verbriefte, Unterlegung, Unternehmenskredite, verbriefte, Verbriefungsstruktur, Zinseinfrierung, Zweckgesellschaft. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom Februar 2008, S. 89 ff. (Markt für verschiedene Verbriefungspapiere im Eurogebiet: breite Darstellung; Übersichten), Finanzstabilitätsbericht 2010, S. 73 ff. (Risikoquellen; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Juli 2011, S. 22 ff. (Zusammenhang Finanzierung/Verbriefung seit 2009; Übersichten), Monatsbericht der EZB vom Oktober 2011, S. 79 f. (Verbriefungen und Emission von Schuldverschreibungen).
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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
Professor Dr. Eckehard Krah, Dipl.rer.pol.
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