Rückkoppelungsschleife (feedback loop)

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Wenn nicht anders definiert die Tatsache, dass Anleger – nicht alle Informationen verarbeiten können und – sich daher bei ihren Entscheidungen auf einfache Verankerungsregeln (simple anchoring rules) verlassen. – Der naheliegende Anker ist die letzte Entwicklung der Vermögenspreise, etwa der Aktienkurse. Notierungen, die über einige Jahre hindurch steigen, dienen dann den Anlegern als ausschlaggebendes Motiv weiterer Entscheidungen. Dies kann zu einer sich selbst verstärkenden Bewegung führen, in derem Verlauf eine zweite Runde von Kurssteigerungen noch höhere Aktienkurse bewirkt, was sich dann in einer Endlosschleife (infinite loop) fortsetzt. – Siehe Aktienblase, Animal Spirits, Behavioural Finance, Blase, spekulative, Dominostein-Effekt, Euphoriephase, Headline-Hysterie, Herdenverhalten, InformationsÜberladung, Immobilienblase, Nachahmung, informelle. – Vgl. Monatsbericht der EZB vom November 2008, S. 99 f. (Erklärung der Schleife aus der Behavioural Finance).

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Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk, Dipl.rer.pol., Dipl.rer.oec.
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Zitieren

Merk, G. (Hrsg.): „Rückkoppelungsschleife (feedback loop)“. In: Finanz- und Wirtschaftslexikon. https://www.gerhardmerk.de/ruckkoppelungsschleife-feedback-loop/ (Stand: 15.10.2022).

Die von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Merk begründete Sammlung wird seit Herbst 2014 von Professor Dr. Dr. h.c. Eckehard Krah redaktionell fortgeführt und um neue Begriffe ergänzt. Sollten Sie Fehler entdecken oder sonstige Hinweise haben, schreiben Sie an: info@ekrah.com

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